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Sophie Friederike von Bayern, Erzherzogin von Österreich

Haus: Wittelsbach

* 27.01.1805 (München) – † 28.05.1872 (Wien)

Sophie Friederike von Bayern

Kinder

Keine Kinder erfasst
ophie Friederike von Bayern war eine bayerische Königstochter, die als eine der einflussreichsten Frauenfiguren am Wiener Hof des 19. Jahrhunderts in die Geschichte einging. Als Tochter von König Maximilian I. Joseph von Bayern und seiner zweiten Gemahlin Karoline von Baden wuchs sie in einer Zeit auf, in der die Wittelsbacher ihre neu gewonnene Königswürde durch eine geschickte Heiratspolitik in ganz Europa festigten.

Ihre Vermählung mit Erzherzog Franz Karl von Österreich führte sie in das Haus Habsburg. Da ihr Mann als politisch eher uninteressiert galt, übernahm Sophie eine zentrale Rolle in der Wiener Staatsführung, insbesondere während der unruhigen Revolutionsjahre 1848. Es war maßgeblich ihrem diplomatischer Geschick und ihrer Zielstrebigkeit zu verdanken, dass ihr ältester Sohn, Franz Joseph I., den Kaiserthron bestieg.

Am Kaiserhof wurde sie oft als die „heimliche Kaiserin“ bezeichnet, da sie über Jahrzehnte hinweg die dynastischen Interessen mit eiserner Disziplin wahrte. Ihr Wirken war geprägt von einem tiefen Pflichtbewusstsein gegenüber der Tradition, was auch zu den bekannten Spannungen mit ihrer Nichte und Schwiegertochter, Kaiserin Elisabeth („Sisi“), führte. In der Stadtgeschichte Münchens bleibt sie als eine der tatkräftigsten Wittelsbacherinnen in Erinnerung, die den Einfluss ihrer Familie bis ins Zentrum des österreichischen Kaiserreichs trug.