Odoardo II. Farnese, Erbprinz von Parma
Haus: Farnese
* 12.08.1666 (Colorno bei Parma) – † 06.19.1693
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Odoardo II. Farnese (deutsch: Eduard II. Farnese) war ein italienischer Fürst von großer Bedeutung für das europäische Mächtegleichgewicht des Barock, dessen Erbe den Weg für den Aufstieg der Bourbonen in Italien ebnete. Als Sohn des Herzogs Ranuccio II. Farnese von Parma und Piacenza und der Isabella d'Este war er der designierte Thronfolger (Erbprinz) der Herzogtümer Parma und Piacenza.
Seine Regierungszeit als Erbprinz war geprägt von der schwierigen Lage Parmas zwischen den Großmächten Frankreich und Österreich. Um die Unabhängigkeit des Hauses Farnese zu sichern, wurde eine prestigeträchtige Heiratsallianz angestrebt. Im Jahr 1690 heiratete er in einer prunkvollen Zeremonie in Parma die Wittelsbacher Prinzessin Dorothea Sophie von der Pfalz, eine Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm. Diese Verbindung sollte die Beziehungen zum Heiligen Römischen Reich festigen und war ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis des barocken Italiens.
Das Schicksal Odoardos war jedoch von Kürze geprägt. Er verstarb im Jahr 1693 im Alter von nur 27 Jahren, noch vor seinem Vater, und trat somit nie die Herrschaft als Herzog an. Sein früher Tod stürzte das Haus Farnese in eine dynastische Krise, da er nur eine einzige Tochter hinterließ, die berühmte Elisabetta Farnese. Da sein Bruder Francesco Farnese kinderlos blieb, wurde Elisabetta zur Universalerbin der Farnese-Besitztümer.
Durch die spätere Heirat seiner Tochter Elisabetta mit dem spanischen König Philipp V. gelangten die Herzogtümer Parma und Piacenza schließlich an die spanischen Bourbonen. Odoardo II. Farnese ist somit das entscheidende Bindeglied, über das der enorme territoriale und künstlerische Besitz der Farnese (einschließlich der berühmten Farnesischen Sammlungen) an die heute noch existierenden bourbonischen Linien überging.
In der Kunstgeschichte bleibt er als Mäzen in Erinnerung, der trotz seiner kurzen Lebensspanne das kulturelle Leben in Parma förderte. Sein Grabmal befindet sich in der Basilika Santa Maria della Steccata in Parma. Er verkörpert den Glanz und die Tragik einer der bedeutendsten Dynastien der italienischen Renaissance und des Barock.
Seine Regierungszeit als Erbprinz war geprägt von der schwierigen Lage Parmas zwischen den Großmächten Frankreich und Österreich. Um die Unabhängigkeit des Hauses Farnese zu sichern, wurde eine prestigeträchtige Heiratsallianz angestrebt. Im Jahr 1690 heiratete er in einer prunkvollen Zeremonie in Parma die Wittelsbacher Prinzessin Dorothea Sophie von der Pfalz, eine Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm. Diese Verbindung sollte die Beziehungen zum Heiligen Römischen Reich festigen und war ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis des barocken Italiens.
Das Schicksal Odoardos war jedoch von Kürze geprägt. Er verstarb im Jahr 1693 im Alter von nur 27 Jahren, noch vor seinem Vater, und trat somit nie die Herrschaft als Herzog an. Sein früher Tod stürzte das Haus Farnese in eine dynastische Krise, da er nur eine einzige Tochter hinterließ, die berühmte Elisabetta Farnese. Da sein Bruder Francesco Farnese kinderlos blieb, wurde Elisabetta zur Universalerbin der Farnese-Besitztümer.
Durch die spätere Heirat seiner Tochter Elisabetta mit dem spanischen König Philipp V. gelangten die Herzogtümer Parma und Piacenza schließlich an die spanischen Bourbonen. Odoardo II. Farnese ist somit das entscheidende Bindeglied, über das der enorme territoriale und künstlerische Besitz der Farnese (einschließlich der berühmten Farnesischen Sammlungen) an die heute noch existierenden bourbonischen Linien überging.
In der Kunstgeschichte bleibt er als Mäzen in Erinnerung, der trotz seiner kurzen Lebensspanne das kulturelle Leben in Parma förderte. Sein Grabmal befindet sich in der Basilika Santa Maria della Steccata in Parma. Er verkörpert den Glanz und die Tragik einer der bedeutendsten Dynastien der italienischen Renaissance und des Barock.