Wilhelm V. der Fromme, Herzog von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 29.09.1548 (Landshut) – † 07.02.1628 (Schleißheim) · St. Michael
Kinder
Kinder mit Renata von Lothringen
Wilhelm V. von Bayern, genannt „der Fromme“, regierte von 1579 bis 1597 und war eine Schlüsselfigur der katholischen Erneuerung. Er wurde 1548 in Landshut als Sohn von Herzog Albrecht V. und Anna von Österreich geboren. Sein Leben war geprägt von einer tiefen Religiosität, die weit über das politische Kalkül seiner Zeit hinausging und das Erscheinungsbild Münchens bis heute prägt.
Seine Regierungszeit stand ganz im Zeichen der Gegenreformation. Wilhelm V. förderte die Jesuiten massiv und ließ für sie die monumentale Jesuitenkirche St. Michael in München errichten, die als eine der bedeutendsten Kirchen der Renaissance nördlich der Alpen gilt. Er führte ein strenges Hofzeremoniell ein und widmete sich persönlich religiösen Übungen, was ihm seinen Beinamen einbrachte. Unter seiner Herrschaft wurde Bayern zum „Bollwerk des Katholizismus“ im Reich.
Diese kompromisslose Religions- und Baupolitik hatte jedoch ihren Preis: Die Finanzen des Herzogtums gerieten durch die kostspieligen Kirchenbauten und die Unterstützung katholischer Mächte in Schieflage. Um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden und die Verwaltung zu modernisieren, gründete er 1589 das Hofbräuhaus in München, um die teuren Bierimporte aus Norddeutschland zu stoppen und die Steuereinnahmen zu steigern.
Im Jahr 1597 dankte Wilhelm V. schließlich zugunsten seines Sohnes Maximilian I. ab und zog sich in ein Leben des Gebets und der Kontemplation zurück. Er lebte fortan in der Herzog-Max-Burg oder im Schloss Schleißheim, wobei er weiterhin als Ratgeber im Hintergrund agierte. Er war mit Renata von Lothringen verheiratet, die seine asketische Lebensweise teilte.
Wilhelm V. verstarb 1626 in Schleißheim. Sein Grab befindet sich in der von ihm erbauten Michaelskirche in München. Er hinterließ ein kulturell hochstehendes, religiös gefestigtes, aber finanziell erschöpftes Land, das sein Sohn Maximilian I. später zu einer europäischen Großmacht formen sollte.
Seine Regierungszeit stand ganz im Zeichen der Gegenreformation. Wilhelm V. förderte die Jesuiten massiv und ließ für sie die monumentale Jesuitenkirche St. Michael in München errichten, die als eine der bedeutendsten Kirchen der Renaissance nördlich der Alpen gilt. Er führte ein strenges Hofzeremoniell ein und widmete sich persönlich religiösen Übungen, was ihm seinen Beinamen einbrachte. Unter seiner Herrschaft wurde Bayern zum „Bollwerk des Katholizismus“ im Reich.
Diese kompromisslose Religions- und Baupolitik hatte jedoch ihren Preis: Die Finanzen des Herzogtums gerieten durch die kostspieligen Kirchenbauten und die Unterstützung katholischer Mächte in Schieflage. Um den drohenden Staatsbankrott abzuwenden und die Verwaltung zu modernisieren, gründete er 1589 das Hofbräuhaus in München, um die teuren Bierimporte aus Norddeutschland zu stoppen und die Steuereinnahmen zu steigern.
Im Jahr 1597 dankte Wilhelm V. schließlich zugunsten seines Sohnes Maximilian I. ab und zog sich in ein Leben des Gebets und der Kontemplation zurück. Er lebte fortan in der Herzog-Max-Burg oder im Schloss Schleißheim, wobei er weiterhin als Ratgeber im Hintergrund agierte. Er war mit Renata von Lothringen verheiratet, die seine asketische Lebensweise teilte.
Wilhelm V. verstarb 1626 in Schleißheim. Sein Grab befindet sich in der von ihm erbauten Michaelskirche in München. Er hinterließ ein kulturell hochstehendes, religiös gefestigtes, aber finanziell erschöpftes Land, das sein Sohn Maximilian I. später zu einer europäischen Großmacht formen sollte.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_V._(Bayern)