Anna von Österreich
Haus: Österreich
* 07.07.1528 (Prag) – † 16.10.1590 (München)
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Erzherzogin Anna von Österreich nimmt eine Schlüsselrolle in der Geschichte des bayerischen Herzogtums ein, da ihre Vermählung mit Albrecht V. eine jahrhundertelange, enge Allianz zwischen den Habsburgern und den Wittelsbachern begründete. Als Tochter von Kaiser Ferdinand I. und Anna von Böhmen und Ungarn brachte sie nicht nur eine immense Mitgift, sondern auch den Glanz des kaiserlichen Hofes nach München. Diese Verbindung war ein diplomatischer Wendepunkt, der Bayern fest an die Seite Österreichs band und den religiösen sowie politischen Kurs des Landes für Generationen prägte.
In München entfaltete Anna eine beeindruckende kulturelle und religiöse Wirksamkeit. Gemeinsam mit ihrem Gemahl machte sie die Stadt zu einem Zentrum der Renaissance und der Gegenreformation. Sie war eine tiefreligiöse Frau, die die Ansiedlung der Jesuiten in München tatkräftig unterstützte und sich persönlich für den Bau der Michaelskirche sowie des dazugehörigen Kollegs einsetzte. Damit legte sie den Grundstein für die Identität Münchens als „deutsches Rom“.
Besonders hervorzuheben ist ihre Leidenschaft für die Musik und die Buchkunst. Sie förderte maßgeblich die Hofkapelle unter Orlando di Lasso und war Mitbegründerin der herzoglichen Hofbibliothek, aus der die heutige Bayerische Staatsbibliothek hervorging. Ein besonderes Kleinod ihrer Hinterlassenschaft sind die prächtigen Kleinodien-Inventare, die bis heute Einblick in den immensen Reichtum und das Kunstverständnis des bayerischen Hofes geben.
Für die Stadtgeschichte Münchens bleibt Anna von Österreich als die „Landesmutter“ in Erinnerung, die den kaiserlichen Anspruch in die bayerische Residenz brachte. Ihr Einfluss auf die Erziehung ihrer Söhne, insbesondere des späteren Herzogs Wilhelm V., sicherte die Fortführung des streng katholischen und kunstsinnigen Kurses der Wittelsbacher. Ihr Grabmal in der Münchner Frauenkirche zeugt noch heute von der hohen Wertschätzung, die sie bereits zu Lebzeiten genoss.
In München entfaltete Anna eine beeindruckende kulturelle und religiöse Wirksamkeit. Gemeinsam mit ihrem Gemahl machte sie die Stadt zu einem Zentrum der Renaissance und der Gegenreformation. Sie war eine tiefreligiöse Frau, die die Ansiedlung der Jesuiten in München tatkräftig unterstützte und sich persönlich für den Bau der Michaelskirche sowie des dazugehörigen Kollegs einsetzte. Damit legte sie den Grundstein für die Identität Münchens als „deutsches Rom“.
Besonders hervorzuheben ist ihre Leidenschaft für die Musik und die Buchkunst. Sie förderte maßgeblich die Hofkapelle unter Orlando di Lasso und war Mitbegründerin der herzoglichen Hofbibliothek, aus der die heutige Bayerische Staatsbibliothek hervorging. Ein besonderes Kleinod ihrer Hinterlassenschaft sind die prächtigen Kleinodien-Inventare, die bis heute Einblick in den immensen Reichtum und das Kunstverständnis des bayerischen Hofes geben.
Für die Stadtgeschichte Münchens bleibt Anna von Österreich als die „Landesmutter“ in Erinnerung, die den kaiserlichen Anspruch in die bayerische Residenz brachte. Ihr Einfluss auf die Erziehung ihrer Söhne, insbesondere des späteren Herzogs Wilhelm V., sicherte die Fortführung des streng katholischen und kunstsinnigen Kurses der Wittelsbacher. Ihr Grabmal in der Münchner Frauenkirche zeugt noch heute von der hohen Wertschätzung, die sie bereits zu Lebzeiten genoss.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_von_%C3%96sterreich_(1528%E2%80%931590)