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Isabella, Prinzessin von Croÿ

Haus: Croÿ

* 07.10.1890 (L’Hermitage, Bayreuth) – † 30.03.1982 (Leutstetten (Schloss)) · St. Michael

Ehen:
1. 08.07.1912 in Schloss Weilburg bei Wien · mit Franz Maria Luitpold
Isabella
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Isabella Prinzessin von Croÿ entstammte dem Haus Croÿ, einem der ranghöchsten Adelsgeschlechter Europas, das als mediatisiertes Haus eine Sonderstellung im europäischen Hochadel innehatte. Als Tochter von Karl Alfred Herzog von Croÿ und der Prinzessin Ludmilla von Arenberg repräsentierte sie die Verbindung bedeutender west- und mitteleuropäischer Herrschaftslinien. Ihre geschichtliche Einordnung ist untrennbar mit ihrer Vermählung mit Franz Maria Luitpold Prinz von Bayern verknüpft, dem Sohn des letzten bayerischen Königs Ludwig III.

Durch diese Heirat wurde Isabella ein zentrales Mitglied des Hauses Wittelsbach und wirkte in einer Zeit, die von der Transformation der Monarchie hin zu neuen gesellschaftlichen Strukturen geprägt war. Gemeinsam mit ihrem Ehemann lebte sie vornehmlich auf Schloss Leutstetten sowie auf dem ungarischen Schloss Sárvár. Die Verbindung brachte sechs Kinder hervor, darunter Ludwig und Rasso Prinz von Bayern, wodurch Isabella zur Stammmutter eines bedeutenden Zweiges der heutigen Wittelsbacher wurde.

Die wissenschaftliche Betrachtung ihrer Biografie verdeutlicht die Relevanz grenzüberschreitender Heiratsallianzen für den Erhalt dynastischer Netzwerke. Die Integration einer Prinzessin aus dem Hause Croÿ in die bayerische Königsfamilie unterstreicht die Stellung Münchens als Zentrum dynastischer Repräsentation und die engen familiären Verflechtungen, die den europäischen Adel über politische Zäsuren hinweg verbanden.