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Johann II. der Jüngere, Herzog von Pfalz-Zweibrücken

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Veldenz

* 26.03.1584 (Bergzabern) – † 09.08.1635 (Metz) · Alexanderkirche

Ehen:
1. — · mit Catherine de Rohan
Johann II.

Kinder

Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken-Veldenz, oft mit dem Beinamen „der Jüngere“ bezeichnet, war eine einflussreiche Persönlichkeit der herzoglichen Linie Pfalz-Zweibrücken an der Schwelle zum 17. Jahrhundert. Als ältester Sohn von Johann I. trat er ein Erbe an, das durch die religiösen und politischen Spannungen im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges geprägt war.

Seine Regierungszeit stand ganz im Zeichen der administrativen Festigung und der diplomatischen Absicherung seines Territoriums. Er setzte das Werk seines Vaters fort und förderte die reformierte Konfession, wobei er Zweibrücken als kulturelles und religiöses Zentrum im Südwesten des Reiches weiter ausbaute. Besonders bemerkenswert war sein Engagement während der Vormundschaftsregierung für die Kurpfalz, bei der er als Administrator wichtige weichenstellende Entscheidungen für das gesamte Haus Wittelsbach traf.

Durch seine erste Ehe mit Katharina von Rohan und seine zweite Verbindung mit Luise Juliane von der Pfalz knüpfte er wertvolle Kontakte zu führenden protestantischen Dynastien in Europa, insbesondere zu den Hugenotten in Frankreich und dem Haus Oranien in den Niederlanden. Diese Verbindungen unterstrichen die europäische Bedeutung der Zweibrücker Linie.

Im Stammbaum auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ ist Johann II. ein zentrales Glied, da er die Kontinuität der Hauptlinie sicherte und gleichzeitig durch seine Kinder die Verzweigung des Hauses in verschiedene europäische Adelshäuser förderte. Sein politisches Handeln war geprägt von einer klugen Balance zwischen der Wahrung regionaler Interessen und der Einbindung in die großen protestantischen Allianzen seiner Zeit. Er hinterließ ein geordnetes Herzogtum, das trotz der heraufziehenden Kriegswolken eine Phase der inneren Stabilität erlebte.