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Max Emanuel in Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: in Bayern

* 07.12.1849 (München) – † 12.06.1893 (Feldafing)

Ehen:
1. 1875 in Ebenthal (Schloss) · mit Amalie von Sachsen-Coburg und Gotha
Max Emanuel in Bayern

Kinder

Maximilian Emanuel in Bayern, innerhalb der Familie liebevoll „Mapperl“ genannt, war das jüngste Kind von Herzog Max in Bayern und seiner Gattin Ludovika. Als Bruder von Kaiserin Elisabeth von Österreich und der Königin Marie Sophie beider Sizilien wuchs er in der ungezwungenen Atmosphäre des herzoglichen Palais in München und auf Schloss Possenhofen auf. In der dynastischen Struktur der Wittelsbacher vertrat er jene volksnahe bayerische Linie, die sich bewusst vom steifen Protokoll des Wiener oder Münchner Hofes distanzierte.

Seine Lebensbahn war maßgeblich durch eine glänzende Militärkarriere geprägt. Er trat in die bayerische Armee ein und stieg bis zum Rang eines Generalleutnants auf. Besonders hervorzuheben ist sein Wirken als Kommandeur des renommierten Regiments der „Bayerischen Schweren Reiter“. In München war Maximilian Emanuel eine bekannte und beliebte Erscheinung; er galt als leidenschaftlicher Reiter und Förderer des Sports, was ihn fest im gesellschaftlichen Leben der Landeshauptstadt verankerte.

Durch seine Vermählung mit Amalie von Sachsen-Coburg und Gotha, einer Prinzessin aus einem der einflussreichsten europäischen Häuser, festigte er die Stellung der herzoglichen Linie. Die Ehe galt als überaus glücklich und war von gegenseitiger Zuneigung geprägt, was im Hochadel jener Zeit keine Selbstverständlichkeit darstellte. Das Paar lebte vorwiegend in München und auf Schloss Biederstein in Schwabing, einem Ort, der unter ihrer Ägide zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt wurde.

In der Münchner Stadtgeschichte bleibt Maximilian Emanuel als ein Prinz in Erinnerung, der die militärische Tradition Bayerns mit einer modernen, fast bürgerlichen Lebensart verband. Sein früher Tod löste in der Bevölkerung tiefe Anteilnahme aus. Für den Stammbaum von ‚stadtgeschichte-muenchen.de‘ bildet er ein wichtiges Bindeglied zwischen der kaiserlichen Verwandtschaft in Wien und der bayerischen Heimatlinie. Er repräsentiert jenen Zweig der Wittelsbacher, der trotz europäischer Ausstrahlung seine Wurzeln und seine Identität stets in der Isarmetropole und ihrer Umgebung bewahrte.