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Pius August, Herzog in Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: in Bayern

* 02.08.1786 (Landshut) – † 03.08.1837 (Bayreuth) · Tegernsee (Schlosskirche)

Ehen:
1. — · mit Amalie Luise von Arenberg
Pius August
Herrscher
Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld zu Gelnhausen
Eltern

Kinder

Der Titel Herzog in Bayern markiert eine der faszinierendsten Entwicklungen innerhalb des Hauses Wittelsbach und ist untrennbar mit der Identität Münchens im 19. Jahrhundert verbunden. Diese besondere Würde wurde im Jahr 1799 geschaffen, um die Seitenlinie Pfalz-Gelnhausen rangerhöhend in das neue bayerische Gesamtgefüge zu integrieren. Während die regierende Linie als „Herzöge von Bayern“ (und später Könige) die politische Macht innehatte, etablierten sich die „Herzöge in Bayern“ als eine volksnahe, oft unkonventionelle und künstlerisch hochbegabte Nebenlinie.

Ihre Geschichte in der Stadtgeschichte Münchens ist vor allem durch Persönlichkeiten wie Herzog Max in Bayern geprägt. Er machte das Herzog-Max-Palais an der Ludwigstraße zu einem Zentrum bayerischer Lebensfreude und Musik. Durch ihn wurde die Zither salonfähig, und die Familie verkörperte eine Mischung aus aristokratischem Glanz und bayerischer Bodenständigkeit. Die Linie der Herzöge in Bayern fungierte oft als kulturelles Korrektiv zum strengen Protokoll des königlichen Hofes und genoss in der Münchner Bevölkerung enorme Sympathien.

Die wohl berühmteste Vertreterin dieses Hauses war Elisabeth, die spätere Kaiserin von Österreich. Ihre Herkunft als Herzogin in Bayern prägte ihr Freiheitsstreben und ihre Naturverbundenheit, Werte, die sie von ihrem Vater übernommen hatte. In der Genealogie der Wittelsbacher bilden die Herzöge in Bayern eine vitale Brücke zwischen dem Hochadel und der bayerischen Tradition. Bis heute ist der Titel ein Symbol für eine eigenständige Tradition innerhalb des Hauses Wittelsbach, die Münchens Ruf als Stadt der Kunst und der Lebensart maßgeblich mitbegründet hat.