Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg, Reichsfürst
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Neuburg
* 04.11.1578 (Neuburg a.d. Donau) – † 20.03.1653 (Düsseldorf) · ´Mousoleum in der Hofkirche St. Andreas)´
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg war ein strategisch denkender Herrscher, dessen Regierungszeit von 1614 bis 1653 die territoriale Landkarte im Nordwesten des Heiligen Römischen Reiches dauerhaft veränderte. Er wurde 1578 in Neuburg an der Donau als Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig und der Anna von Jülich-Kleve-Berg geboren. Sein politisches Handeln war geprägt vom langjährigen Ringen um das Erbe seiner Mutter, dem Jülich-Klevischen Erbfolgestreit.
Um seine Ansprüche auf die rheinischen Herzogtümer Jülich und Berg gegen den protestantischen Kurfürsten von Brandenburg abzusichern, vollzog Wolfgang Wilhelm 1613 einen spektakulären Konfessionswechsel. Er trat heimlich zum Katholizismus über und heiratete Magdalena von Bayern, die Schwester des bayerischen Herzogs Maximilian I. Dieser Schritt sicherte ihm die militärische Unterstützung der Katholischen Liga und des Kaisers. Im Vertrag von Xanten 1314 wurde das Erbe schließlich vorläufig geteilt, wobei Wolfgang Wilhelm die Herzogtümer Jülich und Berg sowie die Herrschaft Ravenstein zugesprochen wurden.
Während des Dreißigjährigen Krieges versuchte er, sein Land durch eine Politik der Neutralität vor den schlimmsten Verwüstungen zu bewahren, was ihm jedoch nur teilweise gelang. Er verlegte seine Residenz von Neuburg an der Donau nach Düsseldorf, das er zu einer prächtigen Barockstadt ausbaute. Dort förderte er die Künste und holte die Jesuiten ins Land, um die Gegenreformation voranzutreiben. Sein Wirken legte den Grundstein für die kulturelle Blüte Düsseldorfs, die unter seinem Enkel Johann Wilhelm (Jan Wellem) ihren Höhepunkt erreichen sollte.
Durch seine kluge Heirats- und Bündnispolitik stieg die Linie Pfalz-Neuburg zu einer europäischen Macht auf. Nach seinem Tod im Jahr 1653 hinterließ er seinem Sohn Philipp Wilhelm ein konsolidiertes Territorium am Rhein, das schließlich 1685 sogar das Erbe der pfälzischen Kurwürde antreten sollte. Wolfgang Wilhelm wurde in der von ihm erbauten Hofkirche in Neuburg an der Donau beigesetzt. Er bleibt als der Herrscher in Erinnerung, der die Wittelsbacher fest am Niederrhein etablierte.
Um seine Ansprüche auf die rheinischen Herzogtümer Jülich und Berg gegen den protestantischen Kurfürsten von Brandenburg abzusichern, vollzog Wolfgang Wilhelm 1613 einen spektakulären Konfessionswechsel. Er trat heimlich zum Katholizismus über und heiratete Magdalena von Bayern, die Schwester des bayerischen Herzogs Maximilian I. Dieser Schritt sicherte ihm die militärische Unterstützung der Katholischen Liga und des Kaisers. Im Vertrag von Xanten 1314 wurde das Erbe schließlich vorläufig geteilt, wobei Wolfgang Wilhelm die Herzogtümer Jülich und Berg sowie die Herrschaft Ravenstein zugesprochen wurden.
Während des Dreißigjährigen Krieges versuchte er, sein Land durch eine Politik der Neutralität vor den schlimmsten Verwüstungen zu bewahren, was ihm jedoch nur teilweise gelang. Er verlegte seine Residenz von Neuburg an der Donau nach Düsseldorf, das er zu einer prächtigen Barockstadt ausbaute. Dort förderte er die Künste und holte die Jesuiten ins Land, um die Gegenreformation voranzutreiben. Sein Wirken legte den Grundstein für die kulturelle Blüte Düsseldorfs, die unter seinem Enkel Johann Wilhelm (Jan Wellem) ihren Höhepunkt erreichen sollte.
Durch seine kluge Heirats- und Bündnispolitik stieg die Linie Pfalz-Neuburg zu einer europäischen Macht auf. Nach seinem Tod im Jahr 1653 hinterließ er seinem Sohn Philipp Wilhelm ein konsolidiertes Territorium am Rhein, das schließlich 1685 sogar das Erbe der pfälzischen Kurwürde antreten sollte. Wolfgang Wilhelm wurde in der von ihm erbauten Hofkirche in Neuburg an der Donau beigesetzt. Er bleibt als der Herrscher in Erinnerung, der die Wittelsbacher fest am Niederrhein etablierte.