Ludwig Heinrich, Pfalzgraf
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Simmern-Kaiserslautern
* 11.10.1640 (Sedan) – † 03.01.1674 (Kreuznach) Simmern /Stephanskirche (Fürstengruft)
Kinder
Keine Kinder erfasst
Ludwig Heinrich von Pfalz-Simmern war der letzte männliche Vertreter der Linie Pfalz-Simmern, einer Seitenlinie der pfälzischen Wittelsbacher. Als Sohn des Pfalzgrafen Ludwig Philipp und der Marie Eleonore von Brandenburg stand er in einem engen Verwandtschaftsverhältnis zum brandenburgischen Kurhaus, was seine politische Sozialisation maßgeblich prägte. Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs er unter der Vormundschaft seines Onkels, des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, auf.
Seine Regierungszeit über das kleine Fürstentum Pfalz-Simmern war von dem Bemühen geprägt, das Territorium nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges zu konsolidieren. Trotz seiner Bemühungen um den Wiederaufbau blieb sein Handlungsspielraum durch die bescheidenen Ausmaße seines Herrschaftsgebiets und die Abhängigkeit von mächtigeren Verwandten begrenzt. In seiner militärischen Laufbahn diente er als General im Dienste der Generalstaaten der Niederlande, was seine Einbindung in die protestantischen Verteidigungsbündnisse jener Zeit unterstreicht.
Durch seine Vermählung mit Maria von Oranien-Nassau, einer Tochter des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien, verband er sich mit einem der einflussreichsten Häuser Europas. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Mit seinem Ableben in Kreuznach erlosch die Linie Pfalz-Simmern im Mannesstamm. Da er keine direkten Erben hinterließ, fiel sein Territorium gemäß den Bestimmungen der wittelsbachischen Hausverträge an die kurfürstliche Linie der Pfalz unter Philipp Wilhelm zurück. Sein Tod markierte somit das Ende eines eigenständigen Zweiges, der über Generationen hinweg die Geschicke der Region und die konfessionelle Landschaft des Reiches mitgestaltet hatte.
Seine Regierungszeit über das kleine Fürstentum Pfalz-Simmern war von dem Bemühen geprägt, das Territorium nach den Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges zu konsolidieren. Trotz seiner Bemühungen um den Wiederaufbau blieb sein Handlungsspielraum durch die bescheidenen Ausmaße seines Herrschaftsgebiets und die Abhängigkeit von mächtigeren Verwandten begrenzt. In seiner militärischen Laufbahn diente er als General im Dienste der Generalstaaten der Niederlande, was seine Einbindung in die protestantischen Verteidigungsbündnisse jener Zeit unterstreicht.
Durch seine Vermählung mit Maria von Oranien-Nassau, einer Tochter des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien, verband er sich mit einem der einflussreichsten Häuser Europas. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Mit seinem Ableben in Kreuznach erlosch die Linie Pfalz-Simmern im Mannesstamm. Da er keine direkten Erben hinterließ, fiel sein Territorium gemäß den Bestimmungen der wittelsbachischen Hausverträge an die kurfürstliche Linie der Pfalz unter Philipp Wilhelm zurück. Sein Tod markierte somit das Ende eines eigenständigen Zweiges, der über Generationen hinweg die Geschicke der Region und die konfessionelle Landschaft des Reiches mitgestaltet hatte.