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Sagen & Geschichten

Blatt 41

Blatt 41 „stellt die Häuser Nr. 144, 145 und 146 im Rosenthal im Angerviertel vor.“

A. Das Stanglmair’sche Haus Nr. 144 bestand ehedem aus 2 Häusern und gehörte von der Mitte des XVI. bis zu Anfang des XVII. Jahrhunderts der Familie Ligsalz, ging dann um 1620 an den Stadthauptmann Jakob Schöttl von Falkenberg, 1680 an Joh. Albr. Schöttl von Falkenberg, des inneren Rathes, Bürgermeister und Landschaftsverordneten über, war dann wieder im Besitz der Ligsalz, zu Anfang der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts des Wechslers Johann Paul Nockher und kam 1785 an den kurfürstlichen Wechselassessor und Hofbanquier Julius Stanglmair.

„Das Haus hat eine Kapelle, in welche bei dem schwedischen Kriege das Sanktissimum von der Peterspfarre gerettet war, und in welcher vor ihrer Renovierung die Wappen der Grafen von Haag (welche auch einmal in diesem Hause gewohnt haben sollen), so wie der Grafen von Neuhaus und anderer adeliger Familien gemalt waren. — Das Wappen vor dem Hause ist jenes der Familie Stanglmair. — Der Garten, welcher ein Thor gegen das Stadthaus hat, ist sehr schön und geräumig. Dieser Garten soll der Tradition nach seiner Zeit ein Kirchhof und das Sallettl die Todtenkapelle gewesen sein.“

Jetzt ist das mit Nummer 15 bezeichnete Haus Eigenthum der Baumeisterswittwe Frau Josepha Höchl.

B. Das Haus Nr. 145 — nun Haus Nr. 16 und Eigenthum des Kaufmanns Herrn Jonas Thannhauser — hatte ehedem einen Garten und hieß das Pötschner’sche Kaplanhaus.

C. „Das Haus Nr. 146 ist seit den ältesten Zeiten das Rudolfische Kaplan- oder Benefiziatenhaus. Dieser Rudolph war ein Bürger auf dem Anger.“ Jetzt hat das Haus die Nummer 17 und ist Eigenthum des Kaufmanns Herrn Anton Grießl.

D. „Die untere Hälfte des Kupferstiches zeigt den unter der Aufsicht des Polizei-Wagenmeisters Swoboda gefertigten Polizei-Spritzwagen, dessen Bestimmung es ist, da, wo die Häuserbesitzer das Gassenspritzen zur Sommerszeit unterlassen, von Polizeiwegen nachzuhelfen. — In der Kiste vor dem Fass befinden sich die Schapfen [Schöpflöffel] und der Trichter, das Fass zu füllen.“