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Sagen & Geschichten

Blatt 42

Blatt 42 „stellt die Häuser Nr. 81, 82 und 83 am Platze Petri [Petersplatz] im Angerviertel vor.“

A. Das Haus Nr. 81 (nun 19 und seit 1719 Eigenthum der St. Peterskirche) kommt 1549 zum erstenmal im Grundbuch vor. Im ersten Stocke desselben wohnte 1803 der um die bayerische Geschichtsforschung hochverdiente Landesdirektionsrath v. Lipowsky.

B. Das Haus Nr. 82 war gegen den Marienplatz und die Peterskirche mit Heiligenbildern bemalt. Jetzt ist es mit Nummer 20 bezeichnet und Eigenthum des Säcklermeisters Herrn Johann Schäfer.

C. Das Haus Nr. 83, nun 21 und Eigenthum des k. k. österr. Majors a. D. Herrn Franz Paul Steinitzer, bestand ehemals aus zwei Häusern. Unter dessen Eigenthümern finden wir gegen Ende des XVII. Jahrhunderts den kurfürstlichen Rath und Leibmedikus Seb. Storch und von 1698 den Handelsmann Joh. Bonin, nach dem dasselbe bis in die letzte Zeit genannt wurde. An diesem Hause wurde bei der Fronleichnams-Prozession 1803 das erste Evangelium gelesen.

In der unteren Abtheilung des Blattes sieht man die Zunftstandarten der Schlosser und Schmiede. Solche Standarten dürften aus den Fähnchen der in militärische Rotten eingetheilten Bürger entstanden und kaum vor dem XVII. Jahrhundert üblich geworden sein. Früher trugen die Zünfte die Figuren ihrer Patrone mit in der Prozession.