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Sagen & Geschichten

Blatt 32

Blatt 32. „Gegenwärtiger Kupferstich stellt (oben) das Haus Nr. 137 1/2 im Angerviertel im Rosental vor. Dieses Haus, ursprünglich ein Garten, gehörte Hrn. Bartlmä Schrenck; — von diesem kam er an Hrn. Jakob Fugger, — von diesem kaufte ihn Herr Herzog Ferdinand von Baiern, und genoss darum im Zirkel seiner Familie und seiner Kinder die Freuden des häuslichen Lebens. — Nach seinem 1608 erfolgten Tode kaufte Maximilian I., Herzog in Baiern und nachmaliger Kurfürst, diesen Garten von den herzoglich-ferdinandischen Kreditoren für die herzoglich-ferdinandischen Kinder, die Grafen von Wartenberg. Bei dieser Familie blieb er bis zur letzten Besitzerin aus dieser Familie, Frau Ernestina vermählten Gräfin von Haslang.“ Das jetzt auf diesem Grund stehende Wohnhaus — nun Nummer 10 und Eigenthum des Wagenfabrikanten Hrn. Ludwig Gründer — hat 1805 der bürgerl. Kutschenfabrikant Martin Roth erbaut.

„Da dieser Garten auf oben beschriebene Art der Garten des Herzogs Ferdinand von Baiern gewesen ist, so sah man vor dessen Verkaufe noch deutliche Spuren darin, mit welcher Pracht derselbe gehalten gewesen sei. Im Ecke des Gartens gegen das Weinwirth Aignerische Haus befand sich ein großer geräumiger Saal mit einem schönen Kabinette. In Mitte des Saales befand sich ein künstliches Grottenwerk von 12 lebendigen Wassersprüngen, und die Seitenwände waren mit Gipsköpfen nach römischen Antiquen geziert. An einem andern Ecke des Gartens war zwischen den Weinreben eine Klause angebracht. — In Mitte und an allen Seiten des Gartens befanden sich noch sehr kunstreiche Wasserwerke.“ —


„Die untere Hälfte des Kupferstiches stellt ein sehr leichtes Hilfsmittel vor, wie man dem Unglücke vorbeugen kann, sich nachts an einer Wagendeichsel zu stoßen.“