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Sagen & Geschichten

Die Krokodile

Waren die „Symposien" von höfischen Rücksichten nicht frei und keineswegs geeignet, den „Berufenen" und denen, die sich zu ihnen bekannten, die Möglichkeit künstlerischen Auslebens zu geben, so vermochten diese das um so mehr in der Dichtergesellschaft der „Krokodile". Felix Dahn schreibt in seinen „Erinnerungen" über diese wichtige Künstlergesellschaft des älteren Münchens:

Die „Krokodile"! Wer waren diese vielbesprochenen Angetüme?

Es waren jene Dichter und Schriftsteller, welche damals meist aus Nicht-Bayern und Norddeutschen, aber auch aus einigen Bayern und anderen Süddeutschen Geibel um sich geschart hatte. Der Name, der mir nie recht geistvoll gewählt vorkam, war daraus entstanden, daß ein willkürlich ersonnener, schöntöniger mit Recht vermieden und ein „erlebter" angenommen werden sollte, aus irgendeinem Geschehnis in unserem Kreise. Ein solches ließ aber auf sich warten. Da siel es einmal bei einer solchen Zusammenkunft Geibel ein, daß er wie Lermann Lingg das Krokodil in Gedichten verherrlicht hatte, und dieses Zusammentreffen unserer beiden ältesten Läupter mußte nun genügen, uns den Namen abzugeben. Ich fand das ein wenig frostig und ge-zwungen, wie überhaupt die Art des Lumors in unserem Verband mir am wenigsten behagte: ich war an den süddeutschen Lumor und Witz von Scheffel, Steub, Kobell, Schleich, Kaspar Braun, Ille gewöhnt.

Die übrigen Krokodile, nach Geibel, waren nun der von diesem erst „entdeckte", unvergleichliche Äermann Lingg, der geniale Dichter der „Völkerwanderung". Es ist bezeichnend — und tief beschämend! — für die damaligen literarischen Zustände an der Isar, daß wirklich erst ein Mann aus Lübeck kommen mußte, um einen: der allerersten deutschen Lyriker, zumal lyrischen Epiker, dazu zu verhelfen, gedruckt und gekannt zu werden. Dies Verdienst ist Geibel nicht hoch genug anzurechnen. Dann Paul Äeyse, Bodenstedt-Mirza Schaffy, der immer steundliche; ferner Moritz Carriere, dessen milde, wohlwollende Art sich redlich bemühte, etwa im Bunde mit seinem Freunde Melchior Meyr, die Schroffheit des Gegensatzes zu den Eingeborenen zu mildern, auch Zwiste, die unter den Krokodilen selbst nicht eben selten ausbrachen, zu schlichten.

An Carriere reihe ich den ihm so nahestehenden Melchior Meyr, diesen prächtigen Schwaben aus dem Nies, mit allen guten Eigenschaften und Vorzügen seines Stammes : mit der starken Neigung zu der ein bischen mystisch angehauchten Spekulation, die ein wenig mehr pantheistisch als die Lehre Carrieres, aber doch theistisch sein wollte, mit seinem tiefen, verhaltenen Gemüt, mit dem trockenen Lumor. Gemüt, Äumor und liebevollste Versenkung in Land und Leute machen seine „Geschichten aus dem Ries" zu wahren Perlen, mit denen seine ein wenig hausbackenen Dramen („Agnes Bernauer" und „Karl der Kühne") sich so wenig vergleichen mochten, wie sein politischer Roman „Vier Deutsche". Der Vortreffliche, es ging ihm schlecht oder doch knapp sein ganzes arbeitsreiches Leben hindurch, ward doch nicht verbittert und nicht neidisch auf— oft unverdiente — Erfolge gewandterer Wettbewerber. Ans verknüpfte am innigsten der gemeinsame Zug der Philosophie.

Der dritte Philosoph im Bunde war Adolf Zeising, der Entdecker des Schönheitsgesetzes vom goldenen Schnitt, wonach im menschlichen, in den griechischen Statuen und an anderen Erscheinungen das unseren Sinnen Wohlgefälligste ein Verhältnis sei, in welchem der kleinere Teil zum größeren sich verhalte wie der größere zum Ganzen (also z. B. 2: 4:8). Dieses Gesetz, übrigens schon früher angedeutet, wird ja neuerdings scharf angefochten. Sein Entdecker verstand es aber sinnig zu verteidigen und durch viele Beispiele zu erläutern; er war einer der wenigen, die ausgenommen wurden, obgleich sie Verse gar nicht oder nur zum Scherze machten, wie Zeising in solchen mit liebenswürdiger Selbstironie sein eigen Gesetz belächelte; es war belehrend und anregend, mit dem Klugen zu streiten.

Andere nicht dichtende Krokodile waren von Lützow, der Kunsthistoriker, später Professor in Wien, und der Freiherr Robert von Äornstein, ebenfalls ein echter, höchst liebenswürdiger Alamanne, der eine hervorragende Gabe besaß, das für das einzelne Stück bezeichnendst Dichterische in seinen melodischen Weisen darzustellen; ich, ohne musikalische Bildung, vermag das nicht geschickter zu sagen. Seine Technik ward zuweilen angestritten, aber ich muß sagen: treffender als er hat kein Musiker, was ich in meinen Balladen und Romanzen dichterisch zum Ausdruck bringen wollte, musikalisch zum Ausdruck gebracht, so in seinen Kompositionen meiner Gedichte: Gesang der Legionen, Tejas Todesgesang, Klagelieder der Mauren vor Granada, Lied des Kreuzfahrers,Lied RobinLoods, Romanze von Richard Löwenherz und anderermehr.

Eingeführt war Äornstein worden durch seinen Stammesgenossen Wilhelm Äertz, der mir unter allen Krokodilen — Scheffel tauchte nur ein- oder zweimal in dem heiligen Teich auf — im Äerzen und in der Dichtungsweise, in der zugleich auf Forschung und Poesie gerichteten Neigung (und auch in manchen Abneigungen) am nächsten stand. Wir wurden aus fröhlichen Gesellen ernste treue Freunde fürs Leben. Seine viel zu wenig gekannte Dichtung „Lancelot und Ginevra" (ich glaube, sie ist auch noch in erster Auflage zu haben) ist das Allerschönste, was ich in dieser Art von poetischer Erzählung kenne. Manch guten Trunk und manch guten alamannisch-baju-warischen Scherz haben wir geteilt.

Auch der wahrhaft goldtreue Julius Grosse ward mir gar lieb; als Generalsekretär unserer Schillerstiftung bewährt er eine Gewissenhaftigkeit, Pflichttreue, Einsicht und Lerzensgüte, von der jene Leute keine Vorstellung haben, welche ihn und uns Vorstandsmitglieder deshalb schmähen, weil wir nicht allen helfen können, die es zu verdienen meinten und ost auch wirklich verdienen oder doch dringend brauchen können. Grosse hatte viele Jahre eine dornige Aufgabe: in der Münchener „Bayerischen Zeitung" die Neuigkeiten der Bühne, auch der Literatur und der Malerei zu besprechen — unfehlbar war auch er nicht, aber unbestechlich und uneinschüchterlich und grundehrlich. Auch dieser echte Dichter hat — vielleicht auch, weil er die Reklame nicht wie andere versteht—im Leben viel weniger Lorbeer und Gold geerntet, als er verdient.

Eine stille, in sich gekehrte, sinnige Natur war Or. Lichtenstein, lange Zeit Lehrer der Literaturgeschichte an dem Ascherschen Mädcheninstitut. Donnerwetter! Das war ein großer Schweiger, trotz Moltke. An den allermeisten Abenden tat er den Mund nicht auf. Gegen ihn war der stille Lingg ein Schwäher! Sprach er einmal — alle lauschten dann, als ob eine Schildkröte plötzlich die Gabe der Rede gewonnen —, so waren's kurze, epigrammatische, scharf zugespitzte und sicher gezielte Worte: seine „Sprüche" sind spärlich, aber trefflich.

Ferner ist zu nennen Bernhard Äofmann, mein Schulkamerad vom Gymnasium her: bei nicht eben mächtig sprudelnder Ader zeichnete seine Dichtung sich durch musterhafte, fein geglättete Form aus: „Du Platenide!" donnerte ihn einmal Lein-rich Leuthold an, als ob das ein Scheltwort wäre.

Äeinrich Leuthold, der Schweizer! Viel wäre über ihn zu sagen. Jedenfalls war er selbst ein eifriger, erfolggekrönter Schüler Platens, wie Rückerts und Geibels. Leuthold war ein ganz hervorragender Lyriker und ein Formtalent allerersten Ranges, wie, außer seinen eigenen Gedichten, seine mit Geibel zusammen unternommenen Übertragungen aus dem Französischen aufs glänzendste dartun. Leider gelangte er nie dazu, neben der Lyrik seine Kraft einmal an einer größeren — epischen oder dramatischen Aufgabe zusammengefaßt zu erproben: Bruchstücke seines epischen Gedichtes Penthesilea, welche er mir vorlas, enthalten unvergleichliche Schönheiten. Viel Kraft und Zeit nahm ihm die Sorge für den täglichen Lebensunterhalt in Anspruch: er war lange Leiter der „Süddeutschen Zeitung" in München, welche unter Karl Brater mutig und scharf den Gedanken der „Gothaer Partei", des Nationalvereins, vertrat. Vieles in seiner Art stand so weit von der meinen ab, wie etwa seine hünenhafte Landsknechtsgestalt von meiner Leiblichkeit. Auch war der Mißtrauische unschön gegen mich eingenommen worden, so daß es anfangs an scharfen Zusammenstößen zwischen uns nicht fehlte. Aber in der Folge sah er seinen Irrtum ein, erklärte mir das mit ergreifender Offenheit und Wärme, und wir wurden nun ganz gute Kameraden. Gar oft hab' ich ihm, fehlte es ihm für sein Feuilleton an Stoff, in aller Geschwindigkeit eine Besprechung irgendeines Buches geschrieben; Besseres von mir sparte er dann wohl pour la bonne bouche, wie er sagte. Schon damals traten nicht selten Anzeichen der Krankheit auf, die später diesen reichen, kraftvollen Geist umnachten sollte, auch in plötzlichen Wutausbrüchen ohne greifbareir Anlaß. In nachmitternächtiger Stunde, bei einem unserer Stiftungsfeste, gelang es mir einmal nur mit alleräußerster Anstrengung, den Riesenstarken, dem der Schaum des Zorns auf dem Munde stand, von einem ungleich schwächeren Gegner loszumachen, der sich vergebens mit einem Tischmesser gegen ihn wehrte, und dem die Erdrosselung recht nahe stand. Selbstverständlich wurden dem Armen solche und ähnliche Dinge arg verdacht; ich will nicht behaupten, daß ich an Wahnsinn dachte, aber höchst unheimlich war mir der schon damals stiere Blick seines Auges. Ich habe später nur Wahnsinnige so blicken sehen. „O welch ein reicher Geist ward hier zerrüttet!"

Bei dieser Aufzählung drängt sich mir — zum erstenmal — auf, wie stark doch auch in diesem Kreise von Künstlern der Alemannenstamm vertreten war: Lingg, Scheffel, Mehr, Lerh, Leuthold, L ernstem: unter fünfzehn Krokodilen sechs, welche schwäbisch sprachen! Die Alemannen sind der für Krieg und Frieden, für Staatsleitung, für Philosophie und Dichtung begabteste deutsche Stamm, sie haben uns Schiller, Ahland, Lölderlin, -Segel und Schelling, David Strauß und Bauer, aber auch die Lohenzollern wie die Lohenstaufen gegeben.

Nur als Gäste führte ich einige Male Beilhack und Max Laushofer ein; dieser ward erst nach meinem Abgang von München Mitglied.

Dagegen früh ward Lans Lopfen Mitglied. Der siotte Studio, Frankone, entfaltete plötzlich eine ganz hervorragende lyrische Begabung; seine lyrischen Gedichte zählen nach Formgefühl und Inhalt mit zu dem Schönsten, was ich kenne. Sie haben Ähnlichkeit mit denen von Karl von Leigel und stehen hoch über allem, was der Verfasser an Erzählungen und Schauspielen veröffentlicht hat. Älbrigens hat er, ein eifriger Durchforscher der französischen Romane der Neuzeit, das Verdienst, längst vor Zola und längst bevor in Deutschland das neue Licht des „Realismus" und dessen höchste Verklärung im „Naturalismus" emporstieg, pariserisch, real- und naturalistisch und „freilichterlich" geschrieben zu haben, und ohne Zweifel verdankt er der hierbei erlernten und vielfach bewährten Kunst seine lebhaften Erfolge. Daß mir die Ausschreitungen dieser Richtung bis zur Ekelerregung zuwider sind, schließt meine Anerkennung der Berechtigung dieser Richtung an sich keineswegs aus, und ich tann also — trotz meiner stark entgegengesetzten Neigungen — hier ein wirkliches Verdienst Äopfens anerkennen, das noch zu wenig gewürdigt ist.

Im übrigen schmerzt mich ein nicht von mir verschuldeter Mißklang zwischen uns. Ich glaubte, wir seien, wenn nicht geradezu Freunde, doch recht gute Kameraden: er hatte an meinen Anfängen in München so warme Freude! Auch später kamen wir gedeihsam und fröhlich zusammen aus, zumal seine erste Gemahlin eine freund-liche Gönnerin von mir und gute Gesellin meiner Frau ward.

Die Krokodile kamen früh am Abend zusammen, am längsten in einem Kaffeehaus auf dem Marienplatz unter „den finstern Bögen" und blieben nicht gar lang: dies, ursprünglich wohl auch aus Rücksicht auf den leidenden Zustand Geibels eingeführt, war äusterst ersprießlich. Geibel oder Leyse führten den Vorsitz: es ging übrigens alles ziemlich formlos her, sehr verschieden von dem Verfahren im Tunnel über der Spree. Wer etwas zum Vorlesen mitgebracht hatte, las vor: darauf entspann sich eine beurteilende Verhandlung über das Gehörte, welche aber, gerade weil sie nicht, wie weiland im Tunnel, streng gegliedert war, bei weitem nicht so belehrend ausfiel wie dort, und wie von einer Versammlung so berufener Sachverständiger zu erwarten gewesen wäre. Das große Wort führte Geibel — und zwar sehr von Rechts wegen, denn dieser Lyriker hatte ein ganz vortreffliches, rasch den Kern der Sache treffendes Arteil. Ich habe von Geibel mehr gelernt, als von allen anderen zusammen: allerdings aber nicht im „heiligen Teich", da ging es ein wenig zu tumultarisch her für erschöpfende, methodische Durchsprechung schwieriger Fragen, wohl aber auf den stundenweiten Spaziergängen, auf welchen ich den Leidenden, dem solche Bewegung vorgeschrieben war, begleiten durfte.

Hermann von Lingg (1820—1905) stammte aus Lindau im Bodensee, war ursprünglich Arzt. Nach der Mitteilung einiger soll Pettenkofer sein „Entdecker" gewesen sein, diese Anschauung hat sich auch Knapp in seinem „Hoch auf München" (siehe Seite 3) zu eigen geinacht; Robert von Hornstein nennt in seinen „Memoiren" den Archivbeamten Fernbacher den Entdecker Linggs. Dieser ist, nach Hornsteins Darstellung, mit einem Stoß Linggscher Gedichte eines Tages zu Geibel gegangen; zum Glück kamen diesein bei der flüchtigen Durchsicht gerade die schönsten Lieder vor Augen, und er veranlaßte Cotta, die Gedichte, denen er eine enthusiastische Einleitung mitgab, in Verlag zu nehmen. Außerdem stellte Geibel dem König Max vor, er könne der königlichen Gnade nicht froh werden, wenn er sehe, wie das genialste Landeskind darbe. Daraufhin wurde Lingg ein lebenslängliches Gehalt von 600 Gulden ausgesetzt. Ähnlich stellt Lingg selbst in seiner Selbstbiographie „Meine Lebensrcise" die Begebenheit dar. LinggS berühmte Krokodilromanze lautet:

 

Am Heilgen Teich zu Singapur
Da liegt ein altes Krokodil
Von äußerst grämlicher Natur
Und kaut an einem Lotosstiel.

 

Es ist ganz alt und völlig blind.
Und wenn es einmal stiert des Nachts,
So weint es wie ein kleines Kind,
Doch wenn ein schöner Tag ist, lachUö!

 

Felix Dahn (1834—1912), Professor der Rechtsgeschichte, zuletzt in Breslau, der Verfasser der historischen Romane „Kamps um Rom", ist in seiner Frühzeit, die ihn zu den Krokodilen führte, ohne daß er indessen mit deren Führern an Bedeutung und Geltung wetteifern konnte, mit manchem hübschen Gedicht hervorgetreten.

Robert Freiherr von Hornstein (1833—1890) ein ausgezeichneter Liedcrkomponist, Freund Schopenhauers und Wagners, berichtet gleichfalls in feinen „Memoiren" von den „Geisteslichtern unter den finstern Bögen" bei Darburger. Er erzählt manches Boshafte. So, daß Melchior Meyr jedesmal, wenn Geibel und Heyse die Gesellschaft verlassen hätten, in den Ruf auögebrochen sei: „Der Hof ist fort." Dann sei es eigentlich immer erst richtig losgegangen. „Die jungen Unsterblichkeitskandidaten suchten ihren noch mangelnden Ruhm durch Bier zu ersetzen. Oft ging eS noch bis tief in die Nacht hinein, meist in einem anderen Lokal. Bierkcnner wie Hopfen und Leuthold brachten irgendeines mit gutem Stoff in Vorschlag."

Wilhelm Hertz (1838—1902), Professor der Literaturgeschichte amMünchnerPolytechnikum(seit1869), seit 1858 in München und der Dichterrunde angehörig, hat außer durch seine prachtvollen, formvollendeten Übersetzungen auch durch eigene Gedichte von tiefster Empfindung sich hervorgetan.

Heinrich Leuthold (1827—1879), der im Wahnsinn endete, vertrat in diesem Kreise das Grabbesche Element. Er war ein Lyriker, dessen Gedichten Gottfried Keller, der sie 1879 hcrauSgab, „ihre durchgehende Schönheit und Vollendung" nachrühmte. Leuthold war so etwas wie ein Münchner „Original", seine bacchischen Exzesse waren stadtbekannt. Die „Süddeutsche Zeitung" Karl Braters (1819—1869) erschien seit dem 1. Oktober 1859. Außer Leuthold arbeiteten an dem, den Stockmünchnern sehr mißliebigen „preußischen Blatt" auch August Vecchioni und Adolf Wilbrandt mit.

Max Haushofer (1840—1907), VolkSwirtschastler und Schriftsteller, ein Münchner Malerssohn, seit 1868 Professor der Nationalökonomie am Münchner Polytechnikum, trat mit seinen ersten Gedichten im Jahre 1864 hervor.

Hans Hopfen (1835—1904), gleichfalls ein Münchner, von Geibel „entdeckt", stellte sich in dem vor: diesem im Jahre 1862 herauögegebenen „Münchner Dichterbuch" mit Liedern und Balladen vor. Hornstein erzählt, Hopfen habe damals seine Abende zumeist im Hofbräuhaus zugebracht. Zwischen Rettichschwänzen und Maßkrügen, neben den ärgsten Koffern sitzend, habe er bei spärlichster Lampenbeleuchtung sich in die Welt Balzacs versenkt.