21.04.1826: Die Synagoge in der Westenriederstraße wird eingeweiht
Am Vorabend des Pessachfestes, wurde die neue Synagoge in der Westenriederstraße feierlich eingeweiht. Sie war die erste repräsentative Synagoge Münchens seit dem Mittelalter und symbolisierte den Neuanfang der jüdischen Gemeinde nach Jahrhunderten der Einschränkungen. Der klassizistische Bau entstand nach Plänen des Hofbaurats Jean Baptiste Métivier.
An der Einweihungsfeier nahmen König Ludwig I., Königin Therese, zahlreiche Hofbeamte sowie Vertreter der Stadt teil. Rabbiner Hirsch Aub leitete den Festgottesdienst und betonte die Bedeutung des Gotteshauses für das religiöse Leben der Gemeinde. Musikalisch wurde die Feier vom königlichen Hoforchester begleitet. Die Synagoge entwickelte sich anschließend zum Mittelpunkt des jüdischen Lebens in München und blieb bis zur Eröffnung der Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße im Jahr 1887 das religiöse Zentrum der Israelitischen Kultusgemeinde.