Geschichte - Mahnmal

Zeitensprünge





  • München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Nach einer heftig kontrovers geführten Diskussion wird das „Siegestor“ zu einem „Mahnmal gegen den Krieg“.

    Seine Inschrift lautet jetzt: „DEM SIEG GEWEIHT * VOM KRIEG ZERSTÖRT * ZUM FRIEDEN MAHNEND“.


  • München-Maxvorstadt * Nach einem Stadtrats-Beschluss soll auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus ein provisorisches Denkmal errichtet werden.

    Als Mahnmal wird ein 2,50 Meter hoher und 1,10 Meter breiter Findling aus Flossenbürger Granit aufgestellt, den der Bildhauer Karl Oppenrieder mit der Inschrift „Den Opfern des Nationalsozialismus“ versehen hat. 


  • München-Maxvorstadt * Das Gelände des ehemaligen „Wittelsbacher Palais“, an der Brienner Straße 50, kauft die „Bayerische Landesbank“, die darauf ihre „Verwaltungszentrale“ errichtet.

    Der zu erwartende Erlös von 50 Millionen DMark soll als Grundstock für ein später zu errichtendes „Kulturhaus“ zu verwenden. Dabei soll dann auch das „Mahnmal für die Opfer des NS-Terrors“ mit verwirklicht werden.

    Damit sind die Gemüter vorerst beruhigt und so kann das Projekt eines „Mahnmals“ am Ort der „Gestapo-Zentrale“ ebenso zu den Akten gelegt werden, wie die Planungen für ein „Kultur- und Volksbildungshaus“


  • München-Theresienwiese * Einen Tag vor Eröffnung des Oktoberfestes 1981 wird am Haupteingang zur Festwiese das Mahnmal für die Opfer des Bombenanschlags enthüllt.

    Oberbürgermeister Erich Kiesl ruft dazu auf, Lehren aus dem feigen Anschlag zu ziehen und Gewalt in jeder Form zu ächten.  

    Das Mahnmal - geschaffen von Friedrich Koller - besteht aus einer 2,70 Meter hohen Bronzestele und trägt die Inschrift: „Zum Gedenken an die Opfer des Bombenanschlags vom 26. September 1980.“ 


  • München-Maxvorstadt * Nachdem vermehrt Einwände gegen die provisorische Lösung auf dem „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ laut geworden sind, beschließen im Jahr 1983 die Fraktionen des Münchner Stadtrats, einen Wettbewerb für den Entwurf eines neuen „Mahnmals“ ausloben zu lassen. 


  • München-Maxvorstadt * Oberbürgermeister Georg Kronawitter enthüllt auf dem „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ ein „würdiges Denkmal“, das den provisorischen Gedenkstein ersetzt. 

    Der Bildhauer Andreas Sobeck hat einen sechs Meter hoher „symbolischer Kerker aus südafrikanischen Impalagestein“ geschaffen, in dem eine „ewige Flamme“ an die Verfolgten erinnern soll. 

    Das Denkmal trägt die Inschrift: „Den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“


  • München-Maxvorstadt * Knapp drei Wochen nach der Einweihung des neuen „Mahnmals“ auf dem „Patz der Opfer des Nationalsozialismus“ beschließt der Münchner Stadtrat, dass die „Ewige Flamme“ nur an besonderen Gedenktagen beziehungsweise nur nachts brennen soll. 


  • München-Maxvorstadt * Der Stadtrat hebt die „Sparmaßnahme“, wonach die „Ewige Flamme“ im neuen „Mahnmals“ auf dem „Patz der Opfer des Nationalsozialismus“ nur an besonderen Gedenktagen beziehungsweise nur nachts brennen soll, wieder auf, weil damit die „wesentliche Symbolik des Mahnmals außer Kraft gesetzt“ würde. 

    Damit wird eine mehr als peinlich zu bezeichnende Diskussion beendet. 


  • München-Maxvorstadt * Der Künstler Toni Preis installiert auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus ein Mahnmal speziell für die Opfer der Sinti und Roma.


  • München-Maxvorstadt * Das „Mahnmal“ für die „Opfer der Sinti und Roma“ auf dem „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ wird erneuert und erhöht.


  • München-Theresienwiese * Das „Mahnmal für die Opfer des Wiesn-Attentats“ wird neu gestaltet.

    Die 1981 durch Friedrich Koller entworfene, bronzene Stele ist von ihm um eine halbrunde, durchlöcherte Stahlwand erweitert worden, die an die Streukraft der Bombe erinnern soll. 


  • München-Maxvorstadt * Der neu gestaltete Platz der Opfer des Nationalsozialismus wird der Öffentlichkeit übergeben. Der Platz wurde seit 2012 für 3,9 Millionen Euro umgestaltet und ergänzt.

    • Bäume schirmen den Platz jetzt besser vom Verkehr ab, der Parkplatz wurde verkleinert und die Säule mit der Ewigen Flamme ist in den Mittelpunkt gerückt worden.
    • Eine 18,5 Meter lange und 1,3 Meter hohe Bronzetafel erinnert nun an die verschiedenen Opfergruppen.
    • Ein Bronzeband im Boden weist auf den Standort der früheren Gestapo-Zentrale und zum NS-Dokumentationszentrum hin. 

© Rudolf Hartbrunner

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