Geschichte - Donaustauf

Zeitensprünge





  • Freising * Der Weinanbau in Freising ist urkundlich belegt.

    Bischof Arbeo nennt Altbayern ein „mit Wein wohlversehenes Land“. Bis in die Gegend des Tegernsees und Schliersees, am Staffelsee und Chiemsee, bei Adelholzen und Traunstein, bei Tölz und Lenggries wird Wein angebaut.

    Das „Kerngebiet“ des regionalen Landweins, des sogenannten „Baierweins“, liegt an den Hängen der Donau, bei Regensburg, Kehlheim und Donaustauf vor allem.

    Von der Donau aus schiebt sich der Weinbau in die Seitentäler der Wörnitz, der Altmühl, der Naab und des Regen hinein. Im schwäbischen Donauwörth, bei Straubing und Passau, an den Ufern von Isar und Inn, an Salzach und Rott wird Wein angebaut. Landshut und die untere Isar sind Zentren des Weinanbaus, deren besten Gewächse noch bis ins 17. Jahrhundert in die „Hofkeller der Münchner Residenz“ wandern.


  • Donaustauf * 20 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg sind bei Donaustauf noch 110 Weinberge „zu Holz und Stauden erwachsen“.


  • München - Regensburg * „Minister“ Montgelas hat ausreichend belastendes Material gegen die Thurn und Taxis gesammelt und kann nun König Max I. Joseph handfeste Beweise auf den Tisch legen.

    Demnach öffnen und lesen die Thurn und Taxis in ihren „Schwarzen Kabinetten“ heimlich die ihnen anvertrauten Briefe.

    Das Material ist so erdrückend, dass man sich in Regensburg keine Mühe zur Entgegnung macht.
    Der „Taxische Beamte“ Alexander von Vrints gibt alles zu und räumt ein, dass dies seit hundert Jahren bei den Taxis übliche Praxis sei.

    Mit der Verordnung über die Einrichtung einer „General-Direktion der Königlichen Posten“ wird in Bayern die „Thurn und Taxischen Reichsposten“ beseitigt.
    Man unterstellt die „Post“ dem „Ministerium des Königlichen Hauses und des Äußeren“.

    Mathilde Therese, die Ehefrau des Fürsten Carl Alexander von Thurn und Taxis und Nichte von Max I. Joseph, erreicht noch, dass sie als Ablösesumme Teile des ehemaligen „Regensburger Hochstifts“ erhält, nämlich Wörth, Donaustauf und Wiesent.

    Außerdem bekommt das Haus Thurn und Taxis 60.000 Gulden und die Würde eines baierischen „Reichsoberpostmeisters“ mit der Funktion „der Oberaufsicht bei feierlichen Zügen und Auffahrten“ und die Befugnis, bei hochoffiziellen Anlässen den „Reichsapfel“ zu tragen.


  • Donaustauf * Der Grundstein für die „Walhalla“ bei Donaustauf wird gelegt.


  • Donaustauf * Bei Donaustauf wird die „Walhalla“ eingeweiht.

© Rudolf Hartbrunner

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