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Name | Ludwig I. Herzog von Bayern |
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Regierungsereich | Herzogtum Bayern |
Titel | Herzog |
Ludwig I., genannt „der Kelheimer“ (*23. Dezember 1173 in Kelheim; †15. September 1231 ebenda), war von 1183 bis zu seinem Tod Herzog von Bayern und von 1214 bis 1221 auch Pfalzgraf bei Rhein. Er entstammte dem Haus Wittelsbach und zählt zu den bedeutendsten bayerischen Herzögen des Hochmittelalters.
Ludwig übernahm bereits mit zehn Jahren das Herzogtum Bayern und konnte seine Herrschaft zunächst nur unter Vormundschaft ausüben. Als Erwachsener bewies er jedoch großes politisches Geschick und konnte sein Herzogtum erheblich vergrößern und stabilisieren. Er gilt als Gründer mehrerer bedeutender Städte, darunter Landshut, Straubing und Landau an der Isar, was ihm bis heute hohes Ansehen in der bayerischen Landesgeschichte sichert.
Politisch pflegte Ludwig gute Beziehungen zu den Staufern und unterstützte Kaiser Friedrich II. im Kampf um die Kaiserkrone. 1214 erhielt er als Belohnung dafür die einflussreiche Position des Pfalzgrafen bei Rhein. Durch geschickte Diplomatie, kluge Heiratspolitik und militärische Stärke festigte er nachhaltig die Stellung des Hauses Wittelsbach.
Sein Tod im Jahr 1231 ist von Legenden umrankt; er wurde auf der Kelheimer Brücke ermordet. Ludwig der Kelheimer hinterließ seinen Nachkommen ein gestärktes und erweitertes Bayern, dessen Bedeutung deutlich zunahm.