Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Oswalt Kolles erster Aufklärungsfilm brachte das Thema Liebe und Sexualität auf eine revolutionäre Art und Weise in die Öffentlichkeit. Mit wissenschaftlicher Basis und einfühlsamer Darstellung brach er Tabus und eröffnete neue Perspektiven auf Partnerschaft, Intimität und Geschlechterrollen. Der Film zielte darauf ab, Missverständnisse abzubauen und eine offene Diskussion über Sexualität zu fördern. Trotz anfänglicher Kontroversen wurde er ein großer Erfolg und legte den Grundstein für Kolles weitere Arbeit als Pionier der sexuellen Aufklärung.
Der Prager Frühling war eine Reformbewegung in der Tschechoslowakei, initiiert unter Alexander Dubček, um den Sozialismus zu liberalisieren und zu demokratisieren. Die Reformen umfassten Pressefreiheit, Bürgerrechte, wirtschaftliche Liberalisierung und regionale Autonomie. Diese Ideen fanden breite Unterstützung in der Bevölkerung, stießen jedoch auf starken Widerstand der Sowjetunion und des Warschauer Pakts. Die Reformbewegung wurde schließlich gewaltsam durch eine militärische Intervention des Warschauer Pakts unterdrückt. Obwohl der Prager Frühling scheiterte, bleibt er ein historisches Symbol für den Wunsch nach Freiheit, Demokratie und Reformen innerhalb eines sozialistischen Systems.
1968 wurde der Münchner Fernsehturm, bekannt als Olympiaturm, feierlich eröffnet. Er steht im Olympiapark und ist mit seiner markanten Konstruktion ein Wahrzeichen der Stadt. Der Turm dient nicht nur als Fernseh- und Radiosendeanlage, sondern bietet mit seiner Aussichtsplattform und dem drehbaren Restaurant einen einzigartigen Blick über München und die Alpen.
In München eskalierten 1968 die Proteste der Studentenbewegung vor der lokalen Bild-Zeitungs-Redaktion des Axel-Springer-Verlags. Auslöser war das Attentat auf Rudi Dutschke, für das viele Demonstranten die hetzerische Berichterstattung der Bild-Zeitung verantwortlich machten. Studenten blockierten die Auslieferung der Zeitung und protestierten lautstark gegen die als reaktionär empfundene Medienpolitik des Springer-Konzerns. Es kam zu Konfrontationen mit der Polizei, die gewaltsam gegen die Demonstranten vorging. Die Münchner Proteste waren Teil einer bundesweiten Bewegung, die sich gegen die alten Machtstrukturen richtete und die Forderung nach gesellschaftlicher Reform laut machte.
Die Notstandsgesetze in Deutschland gaben der Regierung erweiterte Befugnisse in Krisenzeiten wie Kriegen oder Naturkatastrophen. Dazu gehörten Einschränkungen von Grundrechten, der Einsatz der Bundeswehr im Inland und die Übertragung von Gesetzgebungsbefugnissen auf den Bund. Sie stießen auf großen Widerstand, vor allem von der außerparlamentarischen Opposition und der 68er-Bewegung, die einen Missbrauch der Macht und eine Gefährdung der Demokratie befürchteten. Trotz der Proteste wurden die Gesetze letztlich verabschiedet und traten in Kraft.
Im Jahr 1968 traten mehrere Parteichefs des Ostblocks für eine militärische Intervention in der Tschechoslowakei (CSSR) ein, um die Reformbewegungen des sogenannten Prager Frühlings zu stoppen. Die Reformen, die unter Alexander Dubček eingeführt wurden, zielten auf eine Liberalisierung des sozialistischen Systems ab, was den Parteiführern der Sowjetunion und ihrer Verbündeten Sorgen bereitete. Sie befürchteten, dass diese Entwicklungen den Einfluss des Warschauer Pakts schwächen könnten. Am 21. August 1968 marschierten Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei ein, um die Reformen zu beenden und die sozialistische Ordnung wiederherzustellen.