Herzogs-Schritt (Teufelstritt)

Name Herzogs-Schritt (Teufelstritt)
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel
Stadtbezirksteil Kreuzviertel
Straße Frauenplatz
Internet Herzogs-Schritt (Teufelstritt)
Objekt Frauenkirche
Übergabe 1488
Suchbegriffe Teufelstritt
Personen Christoph Herzog von Bayern-München
Herzogs-Schritt (Teufelstritt) – Denkmal/Kunstwerk in München
© © Gerhard Willhalm, Teugelstritt, CC BY-NC 4.0

Der sogenannte Teufelstritt befindet sich in einer Bodenplatte im Eingangsbereich der Münchner Frauenkirche, unter dem Orgelbogen auf der Westseite des Gotteshauses. Der vertieft gearbeitete Fußabdruck ist mit einer bekannten Münchner Sage verbunden: Der Teufel soll mit dem Baumeister Jörg von Halsbach gewettet haben, dass in der neu errichteten Kirche keine Fenster zu sehen seien. Als er an der markierten Stelle stand, schienen tatsächlich keine Fenster vorhanden zu sein. Als er seinen Irrtum bemerkte, stampfte er der Überlieferung nach wütend auf und verwandelte sich in einen Sturmwind.

Eine andere Erklärung stellt Helmut Schmidbauer in seinem 2024 erschienenen Beitrag Teufelstritt oder Herzogs-Schritt vor. Er deutet den Abdruck als Spur von Herzog Christoph von Bayern-München (1449–1493). Nach seiner Darstellung trat Christoph 1468 auf der Burg Grünwald auf einen Quaderstein, als er von der Entscheidung zum Bau der Frauenkirche erfuhr. Sein Bruder Herzog Wolfgang berichtete in einem Brief von dem Abdruck und regte an, ihn dauerhaft zu bewahren. Auch Herzog Siegmund erwähnte den Stein später in einem Schreiben. Schmidbauer zufolge ließ der Baumeister Jörg von Halsbach den Stein in die Frauenkirche einsetzen. Er versteht ihn als Erinnerungszeichen an Christophs Beteiligung am Kirchenbau und bezeichnet ihn deshalb als „Herzogs-Schritt“.

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