Der Bürgeraufruhr im Jahre 1385
Reihe: Münchner Stadtbuch
Staffel 1· Folge 13 · 07:05
München im späten 14. Jahrhundert: Drei Herzöge regieren gemeinsam – doch hinter der scheinbaren Einigkeit wachsen Schulden, Spannungen und Misstrauen. Während Herzog Johann als volksnah und bescheiden gilt, treiben seine Brüder Friedrich und Stephan durch Prunksucht und Verschwendung das Land in eine schwere Krise.
Im Zentrum der Empörung steht ihr Günstling Ulrich Impler. Als Sinnbild für Misswirtschaft und Machtmissbrauch wird er zum Ziel des Zorns der Münchner Bürger. Schließlich eskaliert die Lage: Es kommt zum Aufstand, Impler wird gefangen genommen, vor Gericht gestellt – und öffentlich hingerichtet.
Doch der Triumph der Bürger währt nur kurz.
Die Herzöge reagieren mit Härte, ziehen sich nach Dachau zurück und rüsten zum Angriff. In panischer Angst bleibt der Stadt nur die Demütigung: barfuß, ohne Waffen und mit einem Strick um den Hals müssen die Bürger um Gnade bitten.
Diese Folge erzählt von Aufruhr, Macht und Reue – und davon, wie eng Mut und Übermut im mittelalterlichen München beieinander lagen.