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Münchner Personenverzeichnis

Max Slevogt

Geboren 8. 10. 1868 [Landshut]
Gestorben 20. 9. 1932
Beruf: Maler
Lehrer Diez Wilhelm von, Hackl Gabriel von, Raupp Karl, Herterich Johann Caspar
Beziehungen Beziehungen
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Max Slevogt (1868–1932) war einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus. Gemeinsam mit Max Liebermann und Lovis Corinth prägte er die Freilichtmalerei in Deutschland. Sein umfangreiches Werk umfasst Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken, Illustrationen und Bühnenbilder.  

Geboren in Landshut, verbrachte Slevogt seine Jugend in Würzburg. Von 1884 bis 1889 studierte er an der Münchner Kunstakademie, unter anderem bei Johann Caspar Herterich. Anschließend setzte er seine Ausbildung an der Académie Julian in Paris fort und unternahm Studienreisen nach Italien.  

Seine frühen Werke waren noch von der Münchner Akademietradition geprägt, entwickelten sich jedoch gegen Ende der 1890er Jahre zu einer helleren, impressionistischen Malweise. Bekannt wurde er zunächst durch Karikaturen für die Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“, bevor ihm mit Gemälden wie dem Triptychon „Der verlorene Sohn“ und später dem „Champagnerlied“ der künstlerische Durchbruch gelang.  

1901 übersiedelte Slevogt nach Berlin und wurde Mitglied der Berliner Secession. Neben Porträts, Landschaften und Familiendarstellungen schuf er Bühnenbilder und Kostümentwürfe für das Theater. Eine Reise nach Ägypten im Jahr 1914 inspirierte ihn zu einer Reihe von Werken, die als Höhepunkt seines impressionistischen Schaffens gelten.  

Den Ersten Weltkrieg erlebte Slevogt als offizieller Kriegsmaler an der Westfront. Die Eindrücke des Krieges beeinflussten seine spätere Kunst nachhaltig. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er überwiegend auf dem Slevogthof in Neukastel in der Pfalz, wo er 1932 starb.  

Slevogt gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Maler des frühen 20. Jahrhunderts und als zentrale Persönlichkeit des deutschen Impressionismus.  


 

Slevogt Max
Bildrechte: anonym, Max Slevogt, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Straßenbenennung

Slevogtstraße 7. Sendling-Westpark (Am Waldfriedhof)