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Münchner Personenverzeichnis

Wilhelm Buisson

Geboren 17. 4. 1892 [Emmendingen]
Gestorben 6. 9. 1940 [Berlin] (hingerichtet)
Beruf Apotheker, Wiederstandskämpfer
Internet https://www.kurt-landauer-stiftung.de/post/wilhelm-buisson
Wikipedia Wikipedia-Eintrag

Wilhelm Buisson wurde am 17. April 1892 in Emmendingen geboren und starb am 6. September 1940 in Berlin-Plötzensee. Der aus einer Apothekerfamilie stammende Buisson studierte ab 1912 Pharmazie an der Universität München. Der Erste Weltkrieg unterbrach sein Studium; 1920 legte er das Staatsexamen ab. Anschließend arbeitete er in Münchner Apotheken und bei einer Krankenkasse. Von 1924 bis 1931 betrieb er eine kleine Fabrik für Nährmittel und diätische Präparate.

Politisch engagierte sich Buisson seit 1918 in der SPD. In München gehörte er zu den Organisatoren des sozialdemokratischen Selbstschutzes und gründete den „Reichsbanner Schufozug 13“. Am 9. März 1933 verteidigte diese Gruppe ein Münchner Gewerkschaftshaus gegen einen Angriff der SA.

Auch beim FC Bayern München war Buisson aktiv. Seit 1926 organisierte er als Vereinsfunktionär Versammlungen, Feiern und Auswärtsfahrten.

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme emigrierte Buisson 1933 in die Tschechoslowakei. Für die Exil-SPD Sopade arbeitete er als Grenzsekretär und Abwehrbeauftragter und unterstützte den Widerstand gegen das NS-Regime. Er half außerdem beim Einschleusen regimekritischer Schriften nach Deutschland. 1938 wurde er von der Gestapo verhaftet und wegen angeblichen Landesverrats zum Tode verurteilt. Am 6. September 1940 wurde er in Berlin-Plötzensee mit dem Fallbeil ermordet.

Wilhelm Buisson

Denkmäler & Kunstwerke

Willi Buisson
Willi BuissonGumbelstraße 5 · 2026

Literatur zu Wilhelm Buisson