Willi Buisson (1892–1940)
„…einer der gefährlichsten Feinde des nationalsozialistischen Deutschlands“
| Autor:in | Zimmermann Rüdiger |
|---|---|
| Verlag | Metropol-Verlag |
| Buchart | Taschenbuch |
| Erscheinung | August 2026 |
| Seiten | 408 S. |
| ISBN / B3Kat | 3863318226 (9783863318222) |
| Schlagworte | WiederstandNS-RegimeFC Bayern MünchenPlötzenseeReichsbanner Schwarz-Rot-GoldGeheimdienstRäterepublikFlüchtlingeAuer-GardeKurzwellensender |
| Personen | Buisson Wilhelm Auer Erhard Lampersberger Josef |
Beschreibung
Fußballbegeisterter Demokrat und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime – die Biografie des aus gutem Hause stammenden Antifaschisten Willi Buisson ist ungewöhnlich: 1933 musste der Sozialdemokrat aus München fliehen. Schutz suchte er in der tschechoslowakischen Republik. In den Jahren zuvor hatte sich der gelernte Apotheker im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold engagiert, einer einzigartigen Massenorganisation zum Schutz der Weimarer Republik. Daneben war Buisson im Vorstand des FC Bayern München zeitweise als „Vergnügungswart“ besonders aktiv. Auf Grundlage bislang unbekannter Quellen werden Buissons vielfältiges Engagement vor 1933 und sein Widerstandskampf aus dem Exil dargestellt. Bei seinen Aktivitäten schwebte er ständig in Lebensgefahr. 1938 verhaftet und bald vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt, endete Buissons berührender Lebensweg 1940 in Berlin-Plötzensee. Lange vergessen, schildert der Autor die „Wiederentdeckung“ des couragierten Widerstandskämpfers durch Fußballfans und die Münchner Stadtgesellschaft.
- Einleitung
- Familiengeschichte Buisson
- Herkunft
- Willi Buissons Großeltern
- Die Eltern
- Ausbildung
- Schule und Studienbeginn
- Bekanntschaft mit Erhard Auer
- Kriegsdienst unterbricht das Studium
- Studienabschluss und Start in den Beruf
- Bayern nach dem Ersten Weltkrieg
- Räterepublik
- Sozialdemokratische „Notwehr“ gegen Rechtsextremismus
- Von der „Auer-Garde“ zur „Sicherheitsabteilung“
- Organisator der „Sicherheitsabteilung“
- Abwehr gegen Attentate und Putschversuche
- Drohende Ausweisung
- Die Republik wehrt sich: Aufbau und Entwicklung des Reichsbanners
- Bayerisches Reichsbanner ohne Willi Buisson?
- Exkurs 1: Das Private – auch das Politische?
- Exkurs 2: Willi Buisson und der FC Bayern München
- Reichsbanner-Aktivist
- Spezialeinheiten des Reichsbanners – Schufo-Zug 13
- Reichsbanner-„Merchandising“
- Bildungsanstrengungen
- Depression oder Standhaftigkeit?
- Exkurs 3: Privates
- Bayerisches Reichsbanner ohne Willi Buisson?
- Niederlage
- Untertauchen und Exil in der ČSR
- Tschechoslowakei – „Rettungsinsel für Tausende von Deutschen Emigranten“
- Neue Heimat: Neuern (Nýrsko)
- Weggefährten und Freunde
- Grenzarbeit und Widerstand
- Massenbeeinflussung und „Führerschule”
- Stehen gute Freunde wirklich zusammen?
- Der besondere Freund: Reichsbanner-Kamerad Josef Lampersberger
- Illegale Radio-Aktivitäten
- Verrat und Verräter des geplanten Schwarzsenders
- Deutscher sozialistischer Kurzwellensender „D 4 Berta“
- Übersiedlung nach Prag
- Insolvenz durch betrügerischen Geschäftspartner
- Abschied von Neuern
- Privater und ökonomischer Neustart in Prag
- Politische Neuorientierung
- Zentrale Meldestelle für deutsche Flüchtlinge
- Arbeit für den Geheimdienst
- Verhaftung und Urteil
- Festnahme
- Vernehmungen und Anklage
- Der Prozess
- Keine Gnade
- Schafott in Plötzensee
- Exkurs 4: Wie erging es den Angehörigen?
- Was vom Leben übrigbleibt
- Anhang
- Abkürzungsverzeichnis
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Personenregister
- Dank
- Zum Autor