Balthasar Schmitt
| Geboren | 29. 5. 1858 [Aschach] |
|---|---|
| Gestorben | 1. 5. 1942 [München] |
| Beruf: | Bildhauer, Medailleur |
| Lehrer | Bauer Michael, Arnold Michael |
| Schüler | Lösche Karl |
| Beziehungen | Beziehungen |
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Balthasar Schmitt war ein deutscher Bildhauer, Medailleur und Hochschullehrer, der am 29. Mai 1858 im unterfränkischen Aschach bei Bad Bocklet geboren wurde und am 1. Mai 1942 in München starb. Er zählt zu den bedeutenden Vertretern der christlich geprägten Bildhauerkunst im süddeutschen Raum um 1900. Seine Werke verbinden historistische Formen mit religiöser Symbolik und handwerklicher Präzision.
Seine erste Ausbildung erhielt Schmitt bei regionalen Bildhauern in Franken. Danach studierte er an der Kunstgewerbeschule Nürnberg sowie an der Akademie der Bildenden Künste München. Ein Stipendium ermöglichte ihm anschließend einen längeren Studienaufenthalt in Italien, insbesondere in Rom. Dort setzte er sich intensiv mit den Werken der Renaissance auseinander und wurde stark von Künstlern wie Donatello oder Luca della Robbia beeinflusst.
Nach seiner Rückkehr ließ sich Schmitt in München nieder, wo er zahlreiche Aufträge für sakrale und öffentliche Kunstwerke erhielt. Er war Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst und wurde 1903 Professor an der Münchner Kunstakademie. Zu seinen Schülern gehörten später bekannte Künstler wie Ludwig Gies und Karl Romeis.
Zu seinen wichtigsten Werken zählen der Kiliansbrunnen in Würzburg, die Figur „Franken“ an der Münchner Luitpoldbrücke, die monumentale Justitia-Gruppe am Münchner Justizpalast sowie zahlreiche Altäre, Denkmäler und Kirchenplastiken in Bayern und Franken.
Schmitt blieb zeitlebens eng mit seiner Heimat Aschach verbunden. Dort errichtete er Familiengrabstätten und eine Kapelle. Er starb 1942 in München und wurde entsprechend seinem Wunsch in Aschach beigesetzt.

