Franz Nachbaur
| Geboren | 25.3.1830 [Gießen [Württ.]] |
|---|---|
| Gestorben | 23.3.1902 [München] |
| Beruf | Opernsänger, Tenor, Hofkammersänger |
Unknown, Franz Innozenz Nachbaur, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Franz Innozenz Nachbaur (* 25. März 1830 auf Burg Gießen beim heutigen Kressbronn am Bodensee; † 21. März 1903) war ein deutscher Opernsänger (Tenor) und Hofkammersänger.
Nach zwei Jahren Studium übernahm Nachbaur ab 1859 Engagements in Meiningen, wo er in die Freimaurerloge Charlotte zu den drei Nelken aufgenommen wurde, am Hoftheater in Hannover, am Prager Theater unter Leitung von Direktor Franz Thomé, in Wien und am großherzoglichen Hoftheater in Darmstadt. Hier hörte König Ludwig II. von Bayern den Sänger und ließ ihn für das Münchner Hof- und Nationaltheater verpflichten. Während der Uraufführung der Meistersinger von Nürnberg am 21. Juni 1868 sang Nachbaur die Partie des Walter von Stolzing und eroberte im Sturm ein jubelndes Publikum.
700 Mal trat Nachbaur auf der Bühne des Münchner Hoftheaters auf. Sämtlichen Wagner-Opern hat er seine Stimme geliehen. Neben dem Walter von Stolzing und dem Lohengrin (127 Mal soll er ihn gesungen haben) sang Nachbaur auch gerne die Rolle des Postillon von Lonjumeau, mit der er sich am 13. Oktober 1891 von der Bühne verabschiedete.
Franz Innozenz Nachbaur, Josef Kainz (1858–1910) und Emil Rohde (1839–1913) waren jene drei unter den Münchner Bühnenkünstlern, die zu König Ludwig II. in engeren persönlichen Beziehungen standen.
Grabstätte
Alter Nördlicher Friedhof
Sektion: 012 – Reihe: 14 – Nummer: 11
* 25.3.1830 (Tettmang)
† 21.3.1902 (München)