Helga Grebing
| Geboren | 27.2.1930 [Berlin-Pankow] |
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| Gestorben | 25.9.2017 [Berlin] |
| Beruf: | Historikerin, Hochschullehrerin |
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Helga Grebing war eine bedeutende deutsche Historikerin, die sich vor allem mit Sozialgeschichte, Arbeiterbewegung und dem Nationalsozialismus beschäftigte. Sie wurde in Berlin-Pankow in eine Arbeiterfamilie geboren und erlebte den Zweiten Weltkrieg als Jugendliche. Diese Erfahrungen prägten ihr politisches und wissenschaftliches Denken nachhaltig.
Nach dem Krieg absolvierte sie zunächst eine kaufmännische Ausbildung und erlangte über die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät das Abitur. Anschließend studierte sie Geschichte, Germanistik, Philosophie und Staatsrecht. 1948 trat sie der SPD bei, mit der sie lebenslang verbunden blieb.
Ihre akademische Karriere begann mit einer Promotion 1952 über das Verhältnis von katholischer Arbeiterschaft und Zentrum in der Weimarer Republik. Später habilitierte sie sich in Politikwissenschaft und wurde Professorin, zunächst in Frankfurt, dann in Göttingen, wo sie als erste Frau einen Lehrstuhl innehatte. Ab 1988 lehrte sie in Bochum und leitete ein Institut zur Erforschung der Arbeiterbewegung.
Grebing gilt als eine der wichtigsten Forscherinnen zur Geschichte der Arbeiterbewegung. Ihre Arbeiten untersuchten insbesondere politische Meinungsbildung und die Ursachen des Nationalsozialismus. Gleichzeitig engagierte sie sich politisch und wissenschaftlich in der Sozialdemokratie.
Für ihre Leistungen erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ihr Werk verbindet historische Forschung mit gesellschaftlicher Verantwortung und hat die deutsche Zeitgeschichtsforschung nachhaltig geprägt.
