Les Indes galantes

Werktitel Les Indes galantes
Komponist Rameau, Jean-Philippe

Besetzung

Keine spezifischen Besetzungsangaben hinterlegt.

Wikipedia-Auszug

Les Indes galantes ist die erste von insgesamt sechs Ballettopern (opéra-ballet) des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau. Sie enthält einen Prolog und vier Entrées (Aufzüge). Das Libretto stammt von Louis Fuzelier (1672–1752). Die Oper geriet im 19. Jahrhundert fast vollständig in Vergessenheit, gilt jedoch heute wiederum als das berühmteste Bühnenwerk des Komponisten.

Die Uraufführung von Les Indes galantes erfolgte am 23. August 1735 in der Académie royale de musique in Paris. Das Werk enthielt damals nur die zwei ersten Aufzüge, worauf bei der dritten Aufführung ein dritter und bei einer weiteren Aufführung am 10. März 1736 ein vierter Teil hinzugefügt wurden. Diese relative Freiheit im Aufbau liegt im Charakter der Ballettoper begründet. Hier liegt im Unterschied zu einer gewöhnlichen Oper der Schwerpunkt weniger auf einer schlüssigen Handlung als vielmehr auf einer spektakulären Inszenierung mit prunkvollen Kostümen, überraschenden Effekten der Bühnenmaschinerie und vor allem auf den Tänzen.

Innerhalb der französischen Oper war das Genre der Ballettoper von André Campra erfunden worden, dessen Werk L’Europe galante („Das galante Europa“), mit Liebesgeschichten aus Frankreich, Spanien, Italien und der Türkei 1697 uraufgeführt wurde. Rameau erweitert in seinem Werk den Gesichtskreis, wobei mit „Les Indes“ nicht das heutige Indien gemeint ist. Es werden vielmehr verschiedene Formen der galanten Liebe in „exotischen“ Ländern vorgeführt. Rameaus Ballettoper führt das Publikum in die Türkei, nach Peru, Persien und zu den Indianern Nordamerikas.

Das Werk war zunächst erfolgreich, wurde von Zeitgenossen wie Montéclair geschätzt[3] und erlebte im 18. Jahrhundert zahlreiche Aufführungen. Doch bald nach dem Tod von Ludwig XV. geriet es in jahrhundertelange Vergessenheit. Erst 1925 erfolgte eine Teilaufführung in der Opéra-Comique, bearbeitet von Paul Dukas. Ab 1952 erklang das Werk in der Opéra Garnier, wurde 1957 in der Königlichen Oper im Schloss Versailles aufgeführt und seither mehrmals neu inszeniert.[3] Von Gérard Souzay gibt es eine Aufnahme des Sonnengesangs von Huascar aus dem 3. Aufzug.

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