Die ,Bayerische Chronik‘ des Ulrich Fuetrer
Überlieferung – Textgenese – Produktions- und Wirkungsstrategie
Thumser Antje
Inhaltsverzeichnis
<ol>
<li>Einleitung</li>
<li>Historisch-dynastisches Wissen am Münchner Hofim 15. Jahrhundert</li>
<li>Erste Redaktion - Die Erfindung der bayerischen Frühzeit.<br />
Ein erster Versuch
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<li>Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek, Mscr.Dresd.P.47 (Dr) - Die Reinschrift der ersten Redaktion</li>
<li>Der Prolog - Die Programmatik der Chronik</li>
<li>Zur Rezeption der »Bayerischen Chronik< am Münchner Hof um 1480</li>
<li>Die narrative Organisation der Chronik<br />
a) Struktur<br />
b) Erzählinstanz.</li>
<li>Die Quellengrundlage<br />
a) Volkssprachliche Quellen<br />
b) Lateinische Quellen<br />
c) Fiktive Quellen</li>
<li>Die Konstruktion der Dynastie<br />
a) Bavarus und Norix - Einwanderung und Etablierung des dynastischen Idealtyps<br />
b) Igraminon und Boemundus - Beginn der dynastischen Kontinuität<br />
c) Die Linie des Igraminon vom Nordgau - Die Parade der Herrschertugenden<br />
d) Die Bayern als Erbgubernatoren der römischen Kaiser<br />
e) Zur Funktion des Gralsgeschlechts<br />
f) König Garibaldus und Theodelinda - Erster dynastischer Höhepunkt<br />
g) Die Linie des Boemundus von Bayern - Die wurckung argergetat<br />
h) Otilo (I.), Gründer der Pfalz, und Theodo (V.), Herrscher in Bayern - Neue Sterne am dynastischen Himmel<br />
i) Von Theodo (V.) bis zu Thasilo (IV.) - Schleichender Idoneitätsverlust der bayerischen Linie<br />
j) Die Bekehrung Persiens zum Christentum<br />
k) Die bayerisch-pfälzisch-karolingische Linie von Hugbertus bis Pippin (I.<br />
l) Karl Martell, der allerkriftenlichifte kunig 142 m) Pippin (II.), rexplus und würdiger Vater eines Kaisers<br />
n) Rechtfertigung der ausführlichen Präsentation der fränkischen Könige<br />
o) Karl der Große und die Absetzung Thasilos (IV.).<br />
p) Das abrupte Ende des Fuetrerschen Textes</li>
<li>Zwischenbilanz I: Ulrich Fuetrers historiographisches Instrumentarium</li>
<li>München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 699 (MüH) - Ein Descriptus</li>
<li>Leipzig, Universitätsbibliothek, Rep. IV 6 (Le)<br />
a) Die Handschrift<br />
b) Der Versuch einer Bearbeitung</li>
<li>Nachtrag: Wann gelangte die Dresdner Handschrift nach Sachsen?</li>
</ol>
</li>
<li>Zweite Redaktion -Allefursten diss aller edlisten kunnes
<ol>
<li>München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 43 (MüP)<br />
Das Dedikationsexemplar der zweiten Redaktion<br />
a) Die Handschrift<br />
b) Wurde die Handschrift Herzog Albrecht IV. überreicht?</li>
<li>Ein neuer Versuch<br />
a) Der Prolog - Erweiterter Schreibauftrag<br />
b) Prinzipien der Überarbeitung<br />
c) Exkurs: Der >Pawm des geschlächts der herren von dem haws zu Bayern<</li>
<li>Die neue Konzeption der bayerischen Frühzeit<br />
a) Der Freiheitskampf Theodos (I.)<br />
b) Zur neuen Funktion des Gralsgeschlechts<br />
c) Thasilo (II.) - Fürstliche Herrschaft im Exil<br />
d) Das Ende der römischen Vorherrschaft in Bayern<br />
e) Der bayerisch-römische Kaiser Aurelianus / Valerianus - Secht, also rach got an im die kristenhait<br />
f) Der Aufstieg der fränkischen Könige - Die Bedeutung der translatio imperii für Bayern<br />
g) Theodo (II.), Thasilo (III.) und Theodo (III.) - Die Dynastie zurück in Bayern<br />
h) Verteidigung der neuen dynastischen Konzeption - Endgültige Entlarvung des Chronisten Garibaldus als Fiktion<br />
i) Die neue Rolle des Königs Garibaldus.<br />
j) Die herren von dem grossen haus oder Pfalz - Die Funktion der Trierer Gründungssage<br />
k) Otilo (I.) und die Begründung der christlichen Herrschaft zu Trier<br />
l) Albertus, Ockarius, Pippin (I.) und die Gründungserzählung des Klosters Tegernsee<br />
m) Karl Martell, Benediktbeuern und der Erfinder des Chronisten Garibaldus.<br />
n) Der unheilige Thasilo (IV.)<br />
o) Karl der Große - Kaiserkrönung und Tod<br />
p) Was ist neu und warum? Die wesentlichen Änderungen gegenüber der ersten Redaktion</li>
<li>Die Zeit nach Karl dem Großen. Exemplarische Analysen<br />
a) Arnulfvon Kärnten, Stammvater der Grafen von Scheyern<br />
b) Arnold der Böse, Wernher von Scheyern und Eckhart mit dem Bundschuh - Dynastische Krise und ihre Überwindung<br />
c) Agnes von Luttringen und die Stiftung der Kirche zu der Swaig<br />
d) Graf Otto von Valley, künigs genos und Stifter des Klosters Bernried<br />
e) Herzog Heinrich von Braunschweig, Herzog Ernst und die Gründung Münchens.<br />
f) Herzog Ludwig I. der Kelheimer und Ludmilla von Böhmen - Pikante Details zur Eheschließung<br />
g) Ludwig II. der Strenge, die Enthauptung der Maria von Brabant und die Gründung des Klosters Fürstenfeld<br />
h) Der Giftmord an Kaiser Ludwig dem Bayern<br />
i) Zum abrupten Ende der zweiten Redaktion</li>
<li>Zwischenbilanz II: Das es defter genezer vnd lewtter wirt machen dife materij<br />
Der Dichter als Chronist</li>
<li>München, Bayerische Staatsbibliothek, Clm 18451 (MüF)<br />
Das fragmentarische Autor-Arbeitsexemplar der zweiten Redaktion<br />
a) Eine humanistische Handschrift<br />
b) Die bayerisch-pfälzisch-karolingische Stammtafelskizze<br />
c) Das Chronikfragment<br />
d) Das Fragment als Autor-Arbeitsexemplar.</li>
<li>Weitere Textzeugen der zweiten Redaktion<br />
a) München, Bayerische Staatsbibliothek,Cgm 227 (MüE)<br />
b) Überlingen, Leopold-Sophien-Bibliothek, Ms. 57 (Üb)<br />
c) München, Bayerische Staatsbibliothek,Cgm 225 (MüT)<br />
d) München, Bayerische Staatsbibliothek,Cgm 1591 (MüK)</li>
<li>Das Handschriftenverhältnis der zweiten Redaktion</li>
<li>Ulrich Fuetrers Schreiber - Datierung der Werke</li>
</ol>
</li>
<li>Die Bildergenealogie
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<li>Die Fürstenbildnisse in Dresden, Sächsische Landesbibliothek<br />
Staats- und Universitätsbibliothek, Mscr.Dresd.P.47<br />
Eine illustrierte wittelsbachische Stammtafel<br />
a) Visualisierung der »Bayerischen Chronik< des Ulrich Fuetrer oder eigenständige Bildergenealogie?<br />
b) Gestalterische Vorbilder<br />
c) Form und Funktion derTituli<br />
d) Fuetrersches Wissen in den Tituli.<br />
e) Fuetrerfremdes Wissen in den Tituli - Die Dominanz der Stammtafeln des Andreas von Regensburg<br />
f) Die Unordnung der Ahnen und das Elend mit den Wappen<br />
g) Die Intention der Bildergenealogie</li>
<li>Weil nicht zusammenpasst, was nicht zusammengehört<br />
Der misslungene Versuch in Leipzig, Universitätsbibliothek, Rep. IV 6</li>
<li>Überlieferungszeugen der Fürstenbildnisse und Tituli in Bayern<br />
a) München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1603<br />
b) München, Staatliche Graphische Sammlung, Inventar-Nr. 1948.71-77 (Z)<br />
c) Olim Malibu, The J. Paul Getty Museum, Ms. Ludwig XIII10<br />
d) München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 2824</li>
<li>Weitere Überlieferungszeugen mit und ohne Portraits<br />
a) München, Bayerisches Nationalmuseum, Inv.-Nr. Bibl. 5549<br />
b) München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Abteilung III Geheimes Hausarchiv, Hs 367<br />
c) Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 54.5 Aug. 40<br />
d) Karlsruhe, Generallandesarchiv, Hs. 65/367</li>
</ol>
</li>
<li>Gescheitert an allen Enden
<ol>
<li>Mangelnde Anerkennung der >Bayerischen Chronik am Münchner Hof<</li>
<li>Das genealogische Summenkonzept</li>
<li>Das Scheitern der ersten Redaktion - Rückschlüsse aus der zweiten Redaktion</li>
<li>Die unvollendete Pergamenthandschrift Cgm 43 und Fuetrers Dedikationsbrief- Die gescheiterte zweite Redaktion</li>
<li>Die Dresdner Fürstenbildnisse - Missglückter Prototyp einer eigenständigen Bildergenealogie</li>
<li>Die Kopien der Fresken aus dem Alten Hof im »Codex discissus« - Das Siegermodell</li>
</ol>
</li>
<li>Dritte Redaktion - Neue Stimmen im Tex
<ol>
<li>München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 566 (MüB) - Eingriffe in die bayerische Frühzeit<br />
a) Die Handschrift<br />
b) Die Bearbeitung der zweiten Redaktion</li>
<li>München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 565 (MüW) - Die erweiterte dritte Redaktion<br />
a) Die Handschrift<br />
b) Von wann stammen Aventins Kommentare?</li>
<li>Descripti der erweiterten dritten Redaktion<br />
a) München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1590 (MüL)<br />
b) Linz, Oberösterreichisches Landesarchiv, Sammlung Hoheneck, Schlüsselberger Archiv, HS 192 (Li)</li>
<li>Die Erweiterung der dritten Redaktion</li>
<li>Das Handschriftenverhältnis der drittenRedaktion</li>
<li>Wer fertigte die dritte Redaktion an, und wer verfasste die Fortsetzung?</li>
</ol>
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<li>Vierte Redaktion - Das Einmannunternehmen
<ol>
<li>Ein neues Text-Bild-Projekt</li>
<li>München, Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Abteilung III Geheimes Hausarchiv, Hs 31 (MüG)<br />
Die Reinschrift dervierten Redaktion</li>
<li>Die Illustration der vierten Redaktion und die schwierige Ordnung der Ahnen<br />
a) München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 1604 - Vom Bildercodex zur Konzepthandschrift<br />
b) München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 2799- Die Ordnung der Ahnen</li>
<li>Die Intention des Text-Bild-Projekts</li>
</ol>
</li>
<li>Ergebnisse und Perspektiven.</li>
</ol>
<ul>
<li>Anhänge
<ol>
<li>Stemma</li>
<li>Beschriebene Handschriften / Siglenkonkordanz</li>
</ol>
</li>
<li>Abkürzungen</li>
<li>Bibliographie
<ol>
<li>Textausgaben</li>
<li>Forschungsliteratur</li>
<li>Internetressourcen</li>
</ol>
</li>
<li>Register
<ol>
<li>Handschriften</li>
<li>Inkunabeln und Frühdrucke bis 1600</li>
<li>Autoren und Werke</li>
<li>Orte und Personen.</li>
</ol>
</li>
</ul>