Wir standen nicht abnseits
Frauen im Widerstand gegen Hitler
| Autor:in | Geyken Frauke |
|---|---|
| Verlag | Bundeszentrale für politische Bildung |
| Buchart | Taschenbuch |
| Erscheinung | 2014 |
| Seiten | 352 S. |
| ISBN / B3Kat | 3838904737 (9783838904733) |
| Kategorie | Nationalsozialismus |
| Serie | Bundeszentrale für politische Bildung (Band 1473) |
| Schlagworte | WiderstandNationalsozialismusFrauen |
| Bezirk | Oberbayern |
Beschreibung
In der öffentlichen Wahrnehmung des deutschen Widerstandes gegen Hitler dominieren Männer - sieht man von Sophie Scholl als Mitglied der Weißen Rose einmal ab. Die Historikerin Frauke Geyken hat sich intensiv mit der Geschichte des Widerstandes befasst. Sie stellt in diesem Buch Frauen vor, die gegen das NS-Regime arbeiteten. Zwar waren deren Möglichkeiten, verglichen mit denen der Männer, häufig begrenzt: Sie verfügten meist weder über wirkungsvolle Netzwerke noch über den Zugang zu Waffen. Einige standen durch die Position des Ehemannes unter Beobachtung durch NS-Spitzel. Zudem war nicht jede der hier vorgestellten Frauen von Beginn an gegen das Regime eingestellt. Frauke Geyken zeichnet Porträts mutiger und eigensinniger Frauen, die auf je eigene Weise ihren Weg in den Wider- stand fanden, ihn in steter Angst um ihr Leben beschritten und häufig mit gesellschaftlicher Stigmatisierung, Inhaftierung und auch mit dem Tod bezahlten.
- «Vergessen Sie mich nicht!»
Erstes Kapitel
Kindheiten
- Antje Hasenclever, eine Kaufmannstochter
- «ohne Traditionsbelastung»
- Cato Bontjes van Beek, ein Künstlerkind aus Fischerhude
- Sophie und Inge Scholl, geborgen in einer
- schwäbischen Familie
- Annedore Rosenthal, eine höhere Tochter aus Lübeck
- Rosemarie Pallat, eine Berliner Professorentochter
- Marie Louise Edle von Medinger, ein adeliges
- Fräulein aus Böhmen
Zweites Kapitel
Wege in den Widerstand, 1933-1939
- Ermächtigung und Gleichschaltung
- Diplomatenleben: Marie Louise von Scheliha
- Haftbesuche und ein eigenes Modeatelier:
- Annedore Leber
- Reformpädagogik auf dem Dorfe:
- Rosemarie Reichwein
- Antje Havemann und die Widerstandsgruppe Neu Beginnen
- Die Scholl-Kinder in der Hitlerjugend
- Konfirmation statt BDM: Cato Bontjes van Beek
Drittes Kapitel
Leben im Krieg, 1939-1943
- Der Freundeskreis der Roten Kapelle
- «Landesverräter»: Marie Louise und Rudolf von Scheliha
- «Ich wusste sofort, das ist der Henkerstuhl»:
- Cato Bontjes van Beek
- Helfernetzwerke für verfolgte Juden:
- Antje und Robert Havemann
- Die Widerstandsgruppe Europäische Union
- «Meine Seele hat Hunger»: Inge und Sophie Scholl
- Die Weiße Rose: Mut und Übermut
- Entfremdung in Berlin: Rosemarie und Adolf Reichwein
- «Federnd und nicht zu zerbrechen, diese Frau»:
- Annedore Leber
Viertes Kapitel
Die Schatten des 20. Juli 1944
- Konspirative Netzwerke unter Männern
- Kreisauer Kreis: «Wenn das schiefgeht, kostet es das Leben»
- Liebesbriefe und Trauerarbeit
- Sippenhaft für die Frauen der «Verräter»
- Ausgebombt und ein Kind: Antje Havemann
- Überleben bis zum Kriegsende: Inge Scholl und Marie Louise von Scheliha
Fünftes Kapitel
Not überwinden, Neuanfang wagen? 1945/46
- «Besinnungsloser Wiederaufbau»
- Zersplitterung und Missachtung des Widerstands
- «One is not tooo alone» - Hilfe aus der Emigration
- Weiterleben wofür? Marie Louise von Scheliha
- Neue Ehe ohne neues Glück: Antje Kind-Hasenclever
- Kreisau bleibt - und die Freundschaft mit Freya:
- Rosemarie Reichwein
- Wiedereinstieg in den Beruf
- Journalistin, Verlegerin, Politikerin: Annedore Leber
- Leiterin der Volkshochschule Ulm: Inge Aicher-Scholl
- Engelserlebnis
Sechstes Kapitel
Kampf um das Erbe des Widerstands
- Endlich Interesse?
- «Der 20. Juli kommt vor Gericht»
- Denkmal im Bendlerblock
- Ausbilden, aufklären, warnen: Annedore Leber
- Die Geschichte von der reinen Weißen Rose0
- Wiedergutmachung und Gnadenrente:
- Marie Louise von Scheliha
- Verteufelung und Seligsprechung der Roten Kapelle:
- Cato Bontjes van Beek
- «Ein Unterdrücken von etwas, mit dem man eigentlich
- nicht fertig wird»: Rosemarie Reichwein
- Frei für Neues - Designerin und Kunstliebhaberin:
- Antje Kind-Hasenclever
Siebtes Kapitel
Lebensenden
- Nachlassverwalterin des Widerstands: Annedore Leber
- 1968: Wandel in der Wahrnehmung
- Hüterin ihrer Geschwister: Inge Aicher-Scholl
- Lebensfreude und eiserner Wille: Antje Kind-Hasenclever
- Ebbe und Flut der Erinnerungen: Marie Louise von Scheliha
- Politisch denken: Rosemarie Reichwein
- Die Frauen des Widerstands melden sich zu Wort
- Erinnerungsorte