Franz Lachner und seine Brüder
Hofkapellmeister zwischen Schubert und Wagner
| Herausgeber:in | Hörner Stephan, Schick Hartmut |
|---|---|
| Verlag | Schneider |
| Buchart | Taschenbuch |
| Erscheinung | Oktober 2006 |
| Seiten | 500 S. |
| ISBN / B3Kat | 3795212154 (9783795212155) / BSB-OPAC (BV021796608) |
| Verkaufspreis | 80,00 € |
| Serie | Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte (Band 63) |
| Schlagworte | König OedipusHofoperKapellmeister |
| Personen | Lachner Franz Schwindt Moritz von Lachner Ignaz Wagner Richard |
Beschreibung
Gemäß den geographischen Schwerpunkten Wien und München, die den im Titel genannten Zeitraum zwischen Schubert und Wagner umfassen, werden im vorliegenden Band die Brüder Lachner facettenreich in ein anschaulich zeitgenössisches Bild gerückt. Mit Schubert und Wagner sind zudem zwei zentrale Komponisten benannt, mit denen sich die Lachner-Brüder jeweils auseinander zu setzen hatten: im Wien der 1820er-Jahre Franz Schubert, an den deutschen Opernhäusern der Vierziger- bis Siebziger-Jahre die große Herausforderung Richard Wagner. Nicht zuletzt stehen die beiden Namen aber auch für ein musikästhetisches Spannungsverhältnis, dem die Lachner-Brüder zeitlebens ausgesetzt waren: auf der einen Seite die tiefgreifende, in der Freundschaft mit Schubert und der persönlichen Begegnung mit Beethoven fundierte Prägung durch Wiener Klassik und Frühromantik, auf der anderen Seite der sogenannte musikalische „Fortschritt“, vertreten durch Wagner und seine Parteigänger, die sich im Einklang mit dem Hegelschen Weltgeist fühlten und so das Komponieren der Lachner-Brüder als Traditio-nalismus abqualifizieren konnten.
Die drei Lachner-Brüder waren – und das macht sie historisch so interessant – herausragende Vertreter eines Typus des komponierenden HofKapellmeisters und Operndirektors, von dem die so überaus reiche deutsche Musikkultur des 19. Jhs getragen wurde, eine bürgerliche Musikkultur, die – viel mehr als in den Jahrhunderten zuvor – angewiesen war auf die Akzeptanz beim breiten, zahlenden Publikum und die – ein Novum in der Musikgeschichte – auch die Musik vergangener Zeiten als eine ästhetisch aktuelle entdeckte.
Erstmalige Abbildung Moritz von Schwinds “Lachnerrolle”
- Vorwort und Einführung
- Harald Johannes Mann
Die Organisten-, Dirigenten- und Komponistenfamilie Lachner
Genealogie, Biographie, Nachleben - Andrea Gottdang
Zu Moritz von Schwindts Lachnerrolle - Hans Joachim Hinrichsen
Franz Lachners Wiener Jahre - Andrea Lindmayr-Brandl
Lachner vollendet Schubert: Mirjams Siegesgesang D 942 - Friedhelm Krummacher
Zwischen Hof und Haus: Über Franz Lachners Streichquartette - Wolfram Steinbeck
Franz Lachner als Symphoniker - Robert Pascall
>>Lachner spricht echten Suitenton«:
Franz Lachners Orchestersuiten im Kontext seiner Zeit - Bernd Edelmann
Lachner der Fortschrittliche.
Bläservirtuosität und Schubert-Harmonik in seinen Bläserquintetten - Birgit Lodes
Franz Lachners Sängerfahrt op. 33 auf Texte von Heine - Ulrich Konrad
König Oedipus. Franz Lachners Münchner Bühnenmusik zur Tragödie des Sophokles (1852) - Thomas Betzwieser
Franz Lachner als Bearbeiter: Cherubinis Médée/Medea - Egon Voss
Zwei Opern zum gleichen Thema: Catharina Cornaro und La Reine de Chypre - Sieghart Döhring
Franz Lachners Catharina Cornaro und die große deutsche Oper - Robert Braunmüller
Der Ausstattungsstil der Münchner Hofoper in der Ära Lachner:
Das Dekorationsinventar von Adolf Christen - Rainer Nägele
»Manche Melodien erinnern mich sehr an einen Wiener Kasperlecomponisten<
Kapellmeistermusik zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Anmerkungen zu Ignaz Lachners Stuttgarter Bühnenwerken. - Klaus Döge
Ignaz Lachners Umgang mit Wagners Lohengrin - Robert Münster
Die Briefe Richard Wagners an Franz Lachner - Jürgen Wulf
Franz Lachners geistliche Musik - Wolfgang Sawodny
Franz Lachners geistliche Werke mit tiefen Instrumenten - Hans-Josef Irmen
Franz Lachner als Kompositionslehrer - Andrea Lindmayr-Brandl
Franz Lachners Briefe in der Österreichischen Nationalbibliothek
Ein Quellenbericht