Buch der Lieder

Autor:in Heine Heinrich
Verlag Goldmann
Buchart Broschiert
Erscheinung September 1987
Seiten 447 S.
ISBN / B3Kat 3442075815 (9783442075812)
Serie Goldmann Klassiker mit Erläuterungen (Band 7581)
Personen Heine Heinrich

Beschreibung

Heinrich Heine hat das Buch der Lieder, das 1827 zuerst erschien, als sein »Hauptbuch« betrachtet und geplant. In ihm wird das Thema unglücklicher Liebe zum Kristallisationskern der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Heine greift vielfach auf überlieferte lyrische Formen und Redeweisen zurück, variiert und kritisiert sie jedoch in dem Bewußtsein, daß die poetisch vermittelte vor der »wirklichen« Welt standhalten muß. Daraus entsteht der eigentümliche »Heine-Ton«, der von der Romantik geprägte Lesererwartungen mitunter enttäuscht.

Das Buch der Lieder galt auch vielen Zeitgenossen als Heines Hauptbuch, für sie wurde es zum Inbegriff des Lyrischen, und wirklich ist die deutsche Sprache selten so mühelos und klangvoll gehandhabt worden wie in diesen Gedichten. Maßgebend für das Bild, das man sich später vom Lyriker Heine machte, waren ungezählte Vertonungen und zahlreiche populäre Anthologien, die indessen dem »entdornten« Heine den Vorzug gaben. Was für Heines Werk insgesamt gilt, trifft auch auf das Buch der Lieder zu: Es wurde bewundert und verurteilt - nie aber hat es seine Leser gleichgültig gelassen.

Dr. phil. Joseph Schnell, der Verfasser des Anhangs dieser Ausgabe, unterrichtet an einem baden-württembergischen Gymnasium Deutsch und Französisch. Er promovierte mit einer Arbeit über Heines Lyrik und veröffentlichte in Fachzeitschriften Aufsätze zur neueren deutschen Literatur.

Vorrede (zur zweiten Auflage)
Vorrede zur dritten Auflage
Vorrede zur fünften Auflage

Junge Leiden

  • Traumbilder
  • Lieder
  • Romanzen
  • Sonette 

Lyrisches Intermezzo
Die Heimkehr
Aus der Harzreise
Die Nordsee
Erster Zyklus
Zweiter Zyklus
Nachlese

Nachwort

  1. Heine lesen: Rechtfertigung durch Aktualisierung?
  2. Der sanfte Heine: Anthologien als Rezeptionsfilter
  3. Die Macht der Wirklichkeit: Politik und Lebensgeschichte
    Wirklichkeitserfahrung im Spiegel der Briefe 
  4. Lyrische Reservate als Folge poetischer Arbeitsteilung? 
  5. Selbstbehauptung der Subjektivität als Funktion der Lyrik
    Poesie als Instrument der Kommunikation
    Der sentimentale Gestus
    Das Bild der Frau
    Der aggressive Gestus
    Möglichkeiten der Phantasie
    Mythologie und Phantasie
  6. Formen der Vermittlung: Heines Quellen
    Unmittelbarkeit als lyrische Norm: Formen liedhafter Poesie
    Der Reiz des Fernen
    Die antike Mythologie: Bildungsgut oder ideale Welt?
    Die artifizielle Welt: Heine und der Petrarkismus 
  7. Zur Entstehung des »Buchs der Lieder«
  8. Das »Buch der Lieder« und seine Leser:
    Die literarische Kritik
  9. Das »Buch der Lieder« und seine Leser: Die Rezeption durch die Literaturwissenschaft

Zeittafel zu Heine
Anmerkungen
Bibliographische Hinweise
Verzeichnis der Gedichtüberschriften und-anfänge