Macht will ich haben

Die Erziehung des Hitlerjungen Günther Roos zum Nationalsozialisten

Autor:in Rüther Martin
Verlag Bundeszentrale für politische Bildung
Buchart Gebundene Ausgabe
Erscheinung Dezember 2016
Seiten 296 S.
ISBN / B3Kat 3838971551 (9783838971551)
Kategorie Nationalsozialismus
Bezirk Oberbayern

Beschreibung

Dazugehören, Teil von etwas sein, Macht haben: Günther Roos wuchs nicht nur in der Zeit des Nationalsozialismus auf - er lebte ihn. Er verehrte Adolf Hitler, kletterte auf der Rangleiter der Hitlerjugend bis zum Jungstammführer und kämpfte im Zweiten Weltkrieg als leidenschaftlicher Wehrmachtssoldat, der bis zum Untergang an den „Endsieg“ glaubte. Umso größer war für ihn der Schock nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945.

Erst Jahrzehnte später entdeckt Günther Roos seine Tagebücher aus jener Zeit wieder - und beginnt darüber zu sprechen: über seine Indoktrination durch Familie, Schule und Hitlerjugend, die Ausbildung seines ausgeprägten Machtwillens, von seinem fanatischen Glauben an den „Führer“ und über die lange Zeit seiner Orientierungslosigkeit in der Nachkriegszeit.

Zahlreiche Fotografien und Zeitungsausschnitte, vor allem aber umfangreiche Tagebucheinträge und Feldpostbriefe aus den Kriegsjahren gewähren einen detaillierten Einblick in das Denken und Handeln von Günther Roos und damit in die Sozialisierung und schrittweise Radikalisierung eines Jugendlichen im Nationalsozialismus.

Einleitung

  • Die Kleinstadt
  • Die Großfamilie
  • Der Vater
  • Prägungen

Günther Roos und die Medien seiner Zeit

  • 1939
    ,Es lebe Deutschland!“
  • 1940
    ,Es ist bald wie im Märchen. Deutschland wird siegen!“
  • 1941
    ,Ein neues, starkes Volk wächst heran. Und ich bin dabei!“
  • 1942
    ,Macht will ich haben! Alle sollen mich lieben oder fürchten.“
  • 1943
    „Als Soldat gehöre ich nur noch meinem Führer!“
  • 1944
    „Der Endsieg ist greifbar nahe gerückt!“
  • 1945
    „Man muss schon fanatisch sein, und das bin ich ja, Gott sei Dank.“
  • Erste Nachkriegsjahre
    „Mein Ziel ist der Aufbau einer Existenz.“
     
  • Nachklang
  • Anmerkungen
  • Bildnachweis