Ich will meinen eigenen Weg gehen
Bertl Lörcher Sozialist Antifaschist Gewerkschafter
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Gerade einmal 20 Jahre war der Münchner Kürschnergeselle Albert Lörcher alt, als ihn im August 1933 ein Münchner Sondergericht zu elf Monaten Gefängnis verurteilte. Bertl, wie ihn alle nannten, hatte sich schon als Lehrling der Sozialistischen Arbeiterjugend angeschlossen. Nachdem ein Schlägertrupp der SA am 9. März 1933 das Gewerkschaftshaus besetzt hatte, tat er sich mit seinem Bruder Ernst und einigen Freunden zusammen: Sie wollten nicht tatenlos zusehen, wie das NS-Regime Deutschland zu einem totalitären „Führerstaat“ umbaute. Nach Gefängnis, KZ-Haft und Zwangsrekrutierung in der Bewährungseinheit 999 konnte sich Bertl Lörcher erst 1945 wieder frei fühlen und endlich seinen eigenen Weg gehen.
- Grußwort Linda Schneider
Stv Landesbezirksleitenn ver d» Bayern
- Grußwort Dr. Gabriele Hammermann
Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
- Vorwort Simone Burger
Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende DGB Kreisverband München
- EINLEITUNG
Gerald Engasser
- 1913 BIS 1933
EINE JUGEND IN UNRUHIGEN ZEITEN
- Kindheit im Münchner Stadtteil Lehel
- Schulzeit
- Erinnerungen an den Hitler-Ludendorff-Putsch vom 8./9. November 1923
- Lehrjahre und Schulzeit
- Eintritt in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ)
- Zur Rolle der Mädchen und Frauen in der SAJ
- Unmut über die politische Spaltung der Arbeiterbewegung
- Begegnungen mit Oskar Maria Graf
- Arbeitslosigkeit
- 1933 BIS 1942
Widerstand UND Verfolgung
- „Es ist vorbei, die haben die Macht" - Von Hitlers Machtübernahme am 30. Januar 1933 bis zur Erstürmung des Gewerkschaftshauses am 09. März 1933
- Errichtung des Konzentrationslagers Dachau
- Gemeinsam mit dem Bruder - der Weg in die Illegalität
- „Aus war's" - Festnahme am 10. August 1933
- Erste Inhaftierung - „ein verstockter und unverbesserlicher Kommunist"
- Margarete Hörndl: Mitgefangen
- Psychoterror in den Vernehmungen und Verurteilung durch das Sondergericht
- 12. September 1933 bis 29. Juli 1934: Haft in der Strafanstalt St. Georgen in Bayreuth
- 20. August 1934 bis 24. Mai 1935:
Schutzhaft" im Konzentrationslager Dachau
- „Schutzhäftling auf Urlaub"
- Die lange Leidenszeit von Ernst Lörcher
- Reichspogromnacht am 9. November 1938 - Fanal der JudenVerfolgung
- 1937 bis 1941: Weitere Inhaftierungen - em Leben in Angst
- 1942: Einberufung der „Wehrunwürdigen“
- 1943 BIS 1945
STRAFSOLDAT UND KRIEGSGEFANGENER - TAGEBUCHAUFZEICHNUNGEN
- Vom Truppenübungsplatz Heuberg nach Tunesien
- Im Fronteinsatz.
„Im Krieg werden die niedrigsten Instinkte im Menschen geweckt"
- Ab 12. Mai 1943: Kriegsgefangenschaft
- In den USA
- 8. Mai 1945: Kriegsende in Europa
- „Umerziehung" im Fort Wetherill
- Heimkehr
- NEUANFANG 1946
„JETZT MÖCHTE ICH ENDLICH MEINEN EIGENEN WEG GEHEN“
- Entnazifizierung: „Die Kleinen wurden gehängt, die Großen ließ man laufen"
- Nach kurzer Dienstzeit: Berti Lörcher erhält seine Kündigung vom Ministerium für Sonderaufgaben
- Entschädigungsverfahren über zwei Jahrzehnte
- Nochmaliger Neustart als Buchhändler
- Mahner und Motivator
- Chor der Münchner Gewerkschaften
- „Keine Berührungsängste" - Studentenbewegung 1968/69
- Gewerkschaftliche Jugend- und Bildungsarbeit als Lebensaufgabe
- Gegen das Vergessen - für eine aktive Erinnerungskultur
- Ein Leben lang politisch wie privat eng verbunden:
Gretl und Berti Lörcher mit ihren Familien
- Mitgründer und aktiver Förderer: Berti Lörcher und das Archiv der Münchner Arbeiterbewegung e. V.
- NACHRUFE
Nachwort und Danksagun
- ANHANG
- Ausgewählte Kurzbiografien
- Anmerkungen
- Abbildungsverzeichnis
- Abkürzungen, Archive, Institute
- Veröffentlichte Texte von Berti Lörcher
Interviews, Gespräche, Hörfunk- und Fernsehsendungen
Interviews mit weiteren Zeitzeugen
- Verwendete Literatur
- Periodika, Zeitschriften, Zeitungen
Internet (Stand Juli 2025)
- Personenregister
- Impressum