Münchner Kammerspiele

Kategorie Theater
ahr / Zeitraum Ereignis / Entwicklung Bedeutung
1911 Eröffnung eines privaten Theaters in der Augustenstraße 89 Beginn der Geschichte der Kammerspiele
11.10.1912 Eugen Robert eröffnet die Spielzeit 1912/13 unter dem Namen „Münchner Kammerspiele“ Offizielle Namensgebung
1913 Gründung der Münchner Theater GmbH Dauerhafte finanzielle und organisatorische Grundlage
1913–1916 Erich Ziegel künstlerischer Leiter, Benno Bing kaufmännischer Direktor Konsolidierung des Theaters
1916/17 Hermann Sinsheimer übernimmt die künstlerische Leitung Übergangsphase
ab 1917 Otto Falckenberg wird künstlerischer Leiter Beginn einer prägenden Ära
1917–1933 Falckenberg entwickelt die Kammerspiele zu einer bedeutenden Bühne für moderne Dramatik Künstlerische Blütezeit
1922 Uraufführung von Bertolt Brechts „Trommeln in der Nacht“ Kammerspiele werden zu einer wichtigen Bühne der modernen Dramatik
1920er Jahre Auftritte von Karl Valentin und Liesl Karlstadt Erschließung neuer Publikumsschichten
1925 Die Kammerspiele übernehmen das Schauspielhaus in der Maximilianstraße Vorbereitung des Umzugs ins Stadtzentrum
19.09.1926 Eröffnung des neuen Hauses an der Maximilianstraße mit Büchners „Dantons Tod“, Regie Otto Falckenberg Beginn der Geschichte der Kammerspiele im heutigen Schauspielhaus
1926–1933 Intensive Beschäftigung mit zeitgenössischer und internationaler Dramatik Kammerspiele werden zu einer der wichtigsten Bühnen Deutschlands
1933 Machtübernahme der Nationalsozialisten Schwerer Bruch in der Theatergeschichte
1933 „Arisierung“ der Münchner Theater GmbH Jüdische Gesellschafter und Mitarbeiter werden entrechtet
1933 ff. Zahlreiche Mitarbeiter und künstlerische Leiter müssen fliehen Verfolgung, Exil und Ermordung von Mitarbeitern
1933–1944 Otto Falckenberg bleibt künstlerischer Leiter Ambivalente Rolle während der NS-Zeit
1939 Kammerspiele werden städtisches Theater und als „Bühne der Hauptstadt der Bewegung“ geführt Eingliederung in die nationalsozialistische Kulturpolitik
16.07.1944 Bombenschaden; das Bühnenhaus brennt aus, das Zuschauerhaus kann gerettet werden Schwere Kriegsschäden
09/1944 Schließung der Theater im Deutschen Reich Ende des regulären Spielbetriebs im Krieg
10/1945 Wiedereröffnung der Kammerspiele Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
1945–1947 Erich Engel leitet die Kammerspiele Demokratischer und kultureller Neubeginn
1947–1963 Hans Schweikart ist Intendant Wiederaufbau der Kammerspiele zu einem bedeutenden Theater
25.12.1947 Tod Otto Falckenbergs Ende einer prägenden Theaterpersönlichkeit
1948 Gründung der Schauspielschule; Benennung nach Otto Falckenberg Entstehung der Otto-Falckenberg-Schule
1961 Eröffnung des Werkraums als zweite, kleinere Spielstätte Erweiterung des künstlerischen Angebots
1963–1973 August Everding leitet die Kammerspiele Bedeutende Phase der Nachkriegsmoderne
1967 Peter Stein debütiert mit Edward Bonds „Gerettet“ Wichtiger Impuls für das moderne Regietheater
1960er/70er Zusammenarbeit mit bedeutenden Regisseuren wie Fritz Kortner und Peter Stein Überregionale Bedeutung
ab 1970er Stärkere Öffnung für neue Theaterformen und zeitgenössische Autoren Entwicklung zum modernen Stadttheater
2018 Beginn des Forschungs- und Erinnerungsprojekts „SCHICKSALE“ Aufarbeitung der während der NS-Zeit verfolgten Mitarbeiter
heute Kammerspiele mit mehreren Spielstätten Bedeutendes Münchner Stadttheater
Spielstätten
Zeitraum Spielstätte Ort Bedeutung
1911–1926 Münchner Kammerspiele Augustenstraße 89 Ursprüngliche Spielstätte
ab 1926 Schauspielhaus / Kammerspiele Maximilianstraße 26–28 Hauptspielstätte
ab 1961 Werkraum heute Hildegardstraße 1 Kleine/experimentelle Spielstätte
heute Schauspielhaus Maximilianstraße 26–28 Hauptspielstätte
heute Therese-Giehse-Halle / Kammer 3 Hildegardstraße 1 Weitere Spielstätte
heute Werkraum Hildegardstraße 1 Weitere kleinere Spielstätte
Suchbegriffe:
Münchner Kammerspiele

Kunst & Denkmal

NameKünstlerStraßeJahr
MK: SchicksaleMaximilianstraße 282022

Verwandte Begriffe

Münchner Kammerspiele