Susanna Margarethe Prinzessin

Susanna Margarethe, Prinzessin

Haus: Askanier Linie: Anhalt-Dessau

* 25.08.1610 – † 03.10.1663 (Badenhausen)

Susanna Margarethe

Kinder

Keine Kinder erfasst
Susanna Margarethe von Anhalt-Dessau war eine Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau und dessen zweiter Gemahlin Dorothea von Pfalz-Simmern. Als Mitglied des Hauses der Askanier wuchs sie in einem Umfeld auf, das tief vom reformierten Bekenntnis und den kulturellen Bestrebungen des frühen Barocks geprägt war.

Ihre dynastische Bedeutung wurde bereits früh durch ihre Verlobung mit Graf Johann Ernst von Hanau-Münzenberg unterstrichen. Diese Verbindung sollte die politischen und religiösen Bande zwischen den Häusern Anhalt und Hanau festigen, kam jedoch aufgrund des vorzeitigen Ablebens des Grafen nicht zustande. Erst in reiferen Jahren ging sie eine Ehe mit Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg ein, dem jüngeren Bruder des regierenden Grafen Friedrich Casimir. Diese Verbindung blieb kinderlos.

Susanna Margarethe zeichnete sich durch ein hohes Maß an Bildung und kulturellem Engagement aus. Sie wurde in die „Tugendliche Gesellschaft“, das weibliche Pendant zur „Fruchtbringenden Gesellschaft“, aufgenommen. Innerhalb dieser Sozietät trug sie den Gesellschaftsnamen „Die Bejahende“. Dieser Name sowie ihre Mitgliedschaft zeugen von ihrer aktiven Teilhabe am höfischen Tugendideal und der Förderung der deutschen Sprache und Sitte. Ihr Lebensweg verdeutlicht die Rolle hochadliger Frauen als Kulturträgerinnen und diplomatische Bindeglieder zwischen den protestantischen Territorien des Reiches. Sie verstarb in Hanau und wurde dort beigesetzt, womit sie eine wichtige Brücke zwischen den anhaltischen und hessischen Adelskreisen schloss.