Maria Karolina Sobieska, Prinzessin
Haus: Sobieski
* 25.11.1697 (Olawa) – † 08.05.1740 (Schowkwa) Warschau /Kasimirkirche
Eltern
Kinder
Keine Kinder erfasst
Maria Karolina Sobieska, auch bekannt unter ihrem Taufnamen Charlotte, war eine polnische Prinzessin aus dem bedeutenden Haus Sobieski. Als Tochter von Jakob Louis Heinrich Sobieski und Hedwig Elisabeth von Pfalz-Neuburg vereinte sie das Erbe des polnischen Königshauses mit dem der rheinischen Wittelsbacher. Sie war die Enkelin des berühmten Türkenbezwiesers Johann III. Sobieski, was ihr in den europäischen Adelshäusern ein enormes Prestige verschaffte.
Ihr Lebensweg war durch zwei Ehen mit Mitgliedern des französischen Hochadels geprägt. Zunächst wurde sie mit Frédéric Maurice de La Tour d'Auvergne, dem Prinzen von Turenne, vermählt. Nach dessen frühem Tod ging sie eine zweite Ehe mit seinem Bruder, Charles Godefroy de La Tour d'Auvergne, dem Herzog von Bouillon, ein. Diese Verbindungen festigten die Präsenz der Sobieskis am französischen Hof und in den einflussreichen Kreisen des Herzogtums Bouillon.
Maria Karolina galt als eine Frau von außergewöhnlicher Bildung und immensem Reichtum, da sie nach dem Erlöschen der männlichen Linie ihrer Familie zur Haupterbin der Sobieski-Güter in Polen wurde. Trotz ihrer Stellung in Frankreich blieb sie zeitlebens eng mit ihrer polnischen Heimat und den dynastischen Interessen ihres Vaters verbunden. Ihr Schicksal illustriert die weitreichenden Heiratsnetzwerke des 18. Jahrhunderts, die den Osten und Westen Europas miteinander verknüpften. Mit ihrem kinderlosen Ableben erlosch die direkte Linie des Hauses Sobieski, was das Ende einer Ära für die polnische Nationalgeschichte markierte.
Ihr Lebensweg war durch zwei Ehen mit Mitgliedern des französischen Hochadels geprägt. Zunächst wurde sie mit Frédéric Maurice de La Tour d'Auvergne, dem Prinzen von Turenne, vermählt. Nach dessen frühem Tod ging sie eine zweite Ehe mit seinem Bruder, Charles Godefroy de La Tour d'Auvergne, dem Herzog von Bouillon, ein. Diese Verbindungen festigten die Präsenz der Sobieskis am französischen Hof und in den einflussreichen Kreisen des Herzogtums Bouillon.
Maria Karolina galt als eine Frau von außergewöhnlicher Bildung und immensem Reichtum, da sie nach dem Erlöschen der männlichen Linie ihrer Familie zur Haupterbin der Sobieski-Güter in Polen wurde. Trotz ihrer Stellung in Frankreich blieb sie zeitlebens eng mit ihrer polnischen Heimat und den dynastischen Interessen ihres Vaters verbunden. Ihr Schicksal illustriert die weitreichenden Heiratsnetzwerke des 18. Jahrhunderts, die den Osten und Westen Europas miteinander verknüpften. Mit ihrem kinderlosen Ableben erlosch die direkte Linie des Hauses Sobieski, was das Ende einer Ära für die polnische Nationalgeschichte markierte.