Leopold, Prinz von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern
* 21.06.1943 (Umkirchen)
Kinder
Keine Kinder erfasst
Leopold Prinz von Bayern, ein Sohn des Prinzregenten Luitpold und der Erzherzogin Auguste Ferdinande von Österreich, schlug eine glanzvolle militärische Laufbahn in der bayerischen und später in der preußisch-deutschen Armee ein. Schon in jungen Jahren nahm er an den Einigungskriegen teil, wobei sein Einsatz im Deutschen Krieg und im Deutsch-Französischen Krieg seine spätere Rolle im Kaiserreich vorzeichnete.
Seine historische Bedeutung erreichte während des Ersten Weltkriegs ihren Höhepunkt. Als Generalfeldmarschall befehligte er bedeutende Truppenverbände an der Ostfront und stieg schließlich zum Oberbefehlshaber Ost (Ober Ost) auf. In dieser Funktion war er maßgeblich an den Eroberungen in Polen und im Baltikum sowie an den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk beteiligt, den er als Vertreter der Mittelmächte unterzeichnete.
Dynastisch war Leopold durch seine Vermählung mit Erzherzogin Gisela von Österreich, einer Tochter Kaiser Franz Josephs I. und Kaiserin Elisabeths, eng mit dem Hause Habsburg-Lothringen verbunden. Diese Verbindung unterstrich die traditionell engen Bande zwischen den Höfen in München und Wien. Neben seinen militärischen Verpflichtungen galt er als passionierter Jäger und Naturfreund, der sich auch nach dem Ende der Monarchie in Bayern großer Beliebtheit erfreute. Sein Lebensweg markiert den Übergang von der Hochzeit des bayerischen Militäradels bis hin zum Zusammenbruch der alten Ordnung nach 1918.
Seine historische Bedeutung erreichte während des Ersten Weltkriegs ihren Höhepunkt. Als Generalfeldmarschall befehligte er bedeutende Truppenverbände an der Ostfront und stieg schließlich zum Oberbefehlshaber Ost (Ober Ost) auf. In dieser Funktion war er maßgeblich an den Eroberungen in Polen und im Baltikum sowie an den Verhandlungen zum Friedensvertrag von Brest-Litowsk beteiligt, den er als Vertreter der Mittelmächte unterzeichnete.
Dynastisch war Leopold durch seine Vermählung mit Erzherzogin Gisela von Österreich, einer Tochter Kaiser Franz Josephs I. und Kaiserin Elisabeths, eng mit dem Hause Habsburg-Lothringen verbunden. Diese Verbindung unterstrich die traditionell engen Bande zwischen den Höfen in München und Wien. Neben seinen militärischen Verpflichtungen galt er als passionierter Jäger und Naturfreund, der sich auch nach dem Ende der Monarchie in Bayern großer Beliebtheit erfreute. Sein Lebensweg markiert den Übergang von der Hochzeit des bayerischen Militäradels bis hin zum Zusammenbruch der alten Ordnung nach 1918.