Reinhard, Pfalzgraf
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Simmern-Sponheim
* 25.07.1521 (Simmern) – † 14.01.1598 (Ravengiersburg) Simmern /Stephanskirche (Fürstengruft)
Ehen:
1. 30.07.1569 in Wied · mit Juliana
2. 29.05.1578 in Simmern · mit Emilie
3. 14.12.1589 · mit Anna Margaretha
1. 30.07.1569 in Wied · mit Juliana
2. 29.05.1578 in Simmern · mit Emilie
3. 14.12.1589 · mit Anna Margaretha
Herrscher
1528–1558 Kanonikat am Kölner Dom
1528–1568 Kanonikat, ab 1552 Stelle des Propstes, am Straßburger Münster
1540–1562 Kanonikat, ab 1559 Stelle des Propstes am Mainzer Dom
1540–1545 Kanonikat am Bamberger Dom
1545–1555 Kanonikat an St. Gereon (Köln)
1551–1553 und erneut 1560 Kanonikat an St. Victor (Mainz), 1560 auch die dortige Propststelle
1560–1571 Administrator des Stifts Waldsassen, Nachfolger von Heinrich Rudolf von Weeze
1528–1568 Kanonikat, ab 1552 Stelle des Propstes, am Straßburger Münster
1540–1562 Kanonikat, ab 1559 Stelle des Propstes am Mainzer Dom
1540–1545 Kanonikat am Bamberger Dom
1545–1555 Kanonikat an St. Gereon (Köln)
1551–1553 und erneut 1560 Kanonikat an St. Victor (Mainz), 1560 auch die dortige Propststelle
1560–1571 Administrator des Stifts Waldsassen, Nachfolger von Heinrich Rudolf von Weeze
Eltern
Kinder
Keine Kinder erfasst
Reichard von Pfalz-Simmern-Sponheim fungierte als bedeutender Repräsentant der pfälzischen Wittelsbacher in einer Ära tiefgreifender konfessioneller Umbrüche. Als jüngerer Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Simmern war er ursprünglich für eine geistliche Laufbahn vorgesehen und bekleidete Kanonikate in Köln, Straßburg und Mainz. Nach dem Tod seines Bruders und dem damit verbundenen Aussterben der direkten Linie übernahm er jedoch die Herrschaft über das Fürstentum Simmern.
Seine Regierungszeit war maßgeblich durch die endgültige Konsolidierung der Reformation geprägt. Reichard festigte das reformierte Bekenntnis in seinem Territorium und förderte die administrative Eigenständigkeit der Hinteren Grafschaft Sponheim. Trotz mehrfacher Vermählungen – nacheinander mit Juliane von Wied, Emilie von Württemberg und Anna Margarethe von Pfalz-Veldnez – blieben seine Ehen ohne überlebende männliche Nachkommen.
Mit seinem Ableben erlosch die Linie Pfalz-Simmern im Mannesstamm, woraufhin das Fürstentum vertragsgemäß an die Kurpfalz heimfiel. Innerhalb der dynastischen Struktur des Hauses Wittelsbach markiert Reichard das Ende eines eigenständigen Simmerner Zweiges, dessen Erbe und territoriale Zugewinne die Machtbasis der kurpfälzischen Hauptlinie nachhaltig stärkten. Sein Wirken steht exemplarisch für den Übergang hochadeliger Familienmitglieder aus dem Kirchendienst in die weltliche Landesherrschaft zur Sicherung dynastischer Interessen.
Seine Regierungszeit war maßgeblich durch die endgültige Konsolidierung der Reformation geprägt. Reichard festigte das reformierte Bekenntnis in seinem Territorium und förderte die administrative Eigenständigkeit der Hinteren Grafschaft Sponheim. Trotz mehrfacher Vermählungen – nacheinander mit Juliane von Wied, Emilie von Württemberg und Anna Margarethe von Pfalz-Veldnez – blieben seine Ehen ohne überlebende männliche Nachkommen.
Mit seinem Ableben erlosch die Linie Pfalz-Simmern im Mannesstamm, woraufhin das Fürstentum vertragsgemäß an die Kurpfalz heimfiel. Innerhalb der dynastischen Struktur des Hauses Wittelsbach markiert Reichard das Ende eines eigenständigen Simmerner Zweiges, dessen Erbe und territoriale Zugewinne die Machtbasis der kurpfälzischen Hauptlinie nachhaltig stärkten. Sein Wirken steht exemplarisch für den Übergang hochadeliger Familienmitglieder aus dem Kirchendienst in die weltliche Landesherrschaft zur Sicherung dynastischer Interessen.