Blanca von England, Pfalzgräfin
Haus: Plantagenet-Lancaster
* 1392 (Peterborough) – † 22.05.1409 (Hagenau, Elsass) · Neustadt (Stiftskirche)
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Die Stiftskirche St. Aegidius in Neustadt an der Weinstraße ist ein herausragendes Denkmal der pfälzischen Geschichte und eng mit dem Aufstieg der Wittelsbacher verbunden. Als bedeutendster gotischer Sakralbau der Pfalz wurde sie im 14. Jahrhundert durch die Kurfürsten Rudolf II. und Ruprecht I. gegründet. Das Gotteshaus diente nicht nur als geistliches Zentrum, sondern vor allem als repräsentative Grablege und „Memoria“ der kurpfälzischen Linie des Hauses Wittelsbach, was ihr eine besondere politische und dynastische Würde verlieh.
Architektonisch besticht die Kirche durch ihre imposanten Doppeltürme und den prachtvollen Chorbereich. Einzigartig ist die heutige Aufteilung des Gebäudes: Seit dem frühen 18. Jahrhundert ist die Kirche durch eine Trennmauer in einen katholischen Chor und ein protestantisches Langhaus geteilt. Diese bauliche Besonderheit zeugt eindrucksvoll von den konfessionellen Spannungen und Lösungen der Barockzeit und macht die Stiftskirche zu einer der bekanntesten Simultankirchen Deutschlands.
Im Inneren beherbergt die Kirche kostbare Kunstschätze, darunter die monumentalen Grabplatten der Gründerväter und ihrer Gemahlinnen, wie Beatrix von Berg und Margarete von Sizilien-Aragon. Die Epitaphien und die im 20. Jahrhundert ergänzten Statuen der Herrscherpaare unterstreichen den Charakter der Kirche als fürstliche Gedenkstätte. Ein weiteres Highlight sind die mittelalterlichen Deckenfresken und die wertvolle Chorverglasung, die biblische Szenen mit herrschaftlicher Selbstdarstellung verknüpfen.
Als Ort der „Wittelsbacher-Messen“ bleibt die Stiftskirche bis heute ein lebendiges Zeugnis für das Selbstverständnis der pfälzischen Kurfürsten. Sie verbindet die sakrale Pracht der Gotik mit der wechselvollen Religionsgeschichte der Region und ist ein unverzichtbarer Ankerpunkt für das Verständnis der Stadtgeschichte Münchens und der pfälzischen Lande.
Architektonisch besticht die Kirche durch ihre imposanten Doppeltürme und den prachtvollen Chorbereich. Einzigartig ist die heutige Aufteilung des Gebäudes: Seit dem frühen 18. Jahrhundert ist die Kirche durch eine Trennmauer in einen katholischen Chor und ein protestantisches Langhaus geteilt. Diese bauliche Besonderheit zeugt eindrucksvoll von den konfessionellen Spannungen und Lösungen der Barockzeit und macht die Stiftskirche zu einer der bekanntesten Simultankirchen Deutschlands.
Im Inneren beherbergt die Kirche kostbare Kunstschätze, darunter die monumentalen Grabplatten der Gründerväter und ihrer Gemahlinnen, wie Beatrix von Berg und Margarete von Sizilien-Aragon. Die Epitaphien und die im 20. Jahrhundert ergänzten Statuen der Herrscherpaare unterstreichen den Charakter der Kirche als fürstliche Gedenkstätte. Ein weiteres Highlight sind die mittelalterlichen Deckenfresken und die wertvolle Chorverglasung, die biblische Szenen mit herrschaftlicher Selbstdarstellung verknüpfen.
Als Ort der „Wittelsbacher-Messen“ bleibt die Stiftskirche bis heute ein lebendiges Zeugnis für das Selbstverständnis der pfälzischen Kurfürsten. Sie verbindet die sakrale Pracht der Gotik mit der wechselvollen Religionsgeschichte der Region und ist ein unverzichtbarer Ankerpunkt für das Verständnis der Stadtgeschichte Münchens und der pfälzischen Lande.