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Elisabeth von Namur, Kurfürstin von der Pfalz

Haus: Namur

* 1330 – † 29.03.1382 (Heidelberg)

Ehen:
1. — · mit Ruprecht I.
Elisabeth von Namur
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Keine Kinder erfasst
Elisabeth von Namur war eine bedeutende Adlige des 14. Jahrhunderts, deren Vermählung die weitverzweigten Interessen des Hauses Wittelsbach mit den strategisch wichtigen Gebieten der Niederlande und Flanderns verknüpfte. Als Tochter von Graf Johann I. von Namur und Marie von Artois brachte sie ein Erbe aus einem Raum in die Ehe ein, der wirtschaftlich und politisch als einer der dynamischsten Europas galt.

Durch ihre Heirat mit Ruprecht I. von der Pfalz wurde sie zur Pfalzgräfin bei Rhein. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Gemahl eine der mächtigsten Figuren im Heiligen Römischen Reich, der kurz davor stand, die pfälzische Kurwürde dauerhaft für seine Linie zu sichern. Elisabeths Rolle am Heidelberger Hof war geprägt von der Repräsentation einer aufstrebenden Territorialmacht. Obwohl die Ehe kinderlos blieb, war sie als erste Gemahlin des späteren Kurfürsten maßgeblich daran beteiligt, den kulturellen und zeremoniellen Rahmen des pfälzischen Hofes zu festigen, der später unter Ruprecht I. durch die Gründung der Universität Weltgeltung erlangen sollte.

In der Stadtgeschichte Münchens und der pfälzischen Überlieferung wird sie als eine Frau gewürdigt, die trotz der großen Entfernung zu ihrer Heimat Namur eine loyale Stütze für die Ambitionen der Wittelsbacher war. Ihr Leben spiegelt die typische Rolle hochadliger Frauen jener Epoche wider, die als Bindeglieder zwischen entfernten Territorien dienten und durch ihre Herkunft den Rang ihres Ehemannes legitimierten.

Nach ihrem Tod in Heidelberg wurde sie im dortigen Augustinerkloster beigesetzt. Auch wenn sie keinen direkten Erben für die Kurpfalz gebar, blieb ihr Name durch ihre Stellung an der Seite des bedeutenden Kurfürsten Ruprecht I. in den Annalen des Hauses fest verankert. Sie ebnete den Weg für die spätere glanzvolle Entwicklung der pfälzischen Residenzlandschaft, die eng mit den Münchner Linien der Wittelsbacher verwoben blieb.