Marie, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg
Haus: Baden
* 07.09.1782 (Karlsruhe) – † 20.04.1808 (Bruchsal) Pforzheim /Fürstengruft
Kinder
Keine Kinder erfasst
Marie Elisabeth Wilhelmine von Baden war eine Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und der Amalie von Hessen-Darmstadt. Als Mitglied der sogenannten „badischen Geschwisterschar“ war sie Teil eines außergewöhnlichen dynastischen Netzwerkes, das durch kluge Heiratspolitik Verbindungen zu den mächtigsten Thronen Europas knüpfte. Zu ihren Schwestern zählten unter anderem die Königinnen von Bayern und Preußen sowie die Kaiserin von Russland.
Ihre Vermählung mit Friedrich Wilhelm, dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels – der als „Schwarzer Herzog“ Berühmtheit erlangte –, fiel in die unruhige Epoche der napoleonischen Vorherrschaft in Deutschland. Das Leben der Herzogin war stark von den politischen Verwerfungen dieser Zeit geprägt. Nach der vernichtenden Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt und der anschließenden Besetzung Braunschweigs durch französische Truppen musste sie fliehen. Über Stationen in Baden und Pforzheim fand sie schließlich Zuflucht bei ihrem Bruder in Karlsruhe.
Trotz ihres kurzen Lebens sicherte sie durch ihre zwei Söhne, Karl II. und Wilhelm, den Fortbestand der braunschweigischen Linie des Welfenhauses. Ihr Schicksal steht stellvertretend für die Zerreißprobe des deutschen Adels zwischen dynastischer Treue und der Machtexpansion Napoleons. Sie verstarb im jungen Alter infolge eines Kindbettfiebers, noch bevor ihr Gemahl seine bekanntesten militärischen Erfolge gegen die französische Besatzung feiern konnte.
Ihre Vermählung mit Friedrich Wilhelm, dem Herzog von Braunschweig-Lüneburg-Oels – der als „Schwarzer Herzog“ Berühmtheit erlangte –, fiel in die unruhige Epoche der napoleonischen Vorherrschaft in Deutschland. Das Leben der Herzogin war stark von den politischen Verwerfungen dieser Zeit geprägt. Nach der vernichtenden Niederlage Preußens in der Schlacht bei Jena und Auerstedt und der anschließenden Besetzung Braunschweigs durch französische Truppen musste sie fliehen. Über Stationen in Baden und Pforzheim fand sie schließlich Zuflucht bei ihrem Bruder in Karlsruhe.
Trotz ihres kurzen Lebens sicherte sie durch ihre zwei Söhne, Karl II. und Wilhelm, den Fortbestand der braunschweigischen Linie des Welfenhauses. Ihr Schicksal steht stellvertretend für die Zerreißprobe des deutschen Adels zwischen dynastischer Treue und der Machtexpansion Napoleons. Sie verstarb im jungen Alter infolge eines Kindbettfiebers, noch bevor ihr Gemahl seine bekanntesten militärischen Erfolge gegen die französische Besatzung feiern konnte.