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Anna von Österreich (1318–1343), Herzogin von Niederbayern

Haus: Habsburg

* 1318 – † 14.12.1343 (Wien) · Klarissinnen-Kloster

Ehen:
1. — · mit Heinrich XV.
Anna von Österreich (1318–1343)
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Keine Kinder erfasst
Anna von Österreich stammte aus dem Haus Habsburg, einer der wichtigsten Dynastien im spätmittelalterlichen Europa. Sie war eine Tochter des römisch-deutschen Königs Friedrich des Schönen und seiner Gemahlin Elisabeth von Aragon, wodurch sie früh in das Netzwerk hochrangiger Fürstenfamilien eingebunden wurde. Als Mitglied des österreichischen Herrscherhauses war ihr Leben von politischen Allianzen geprägt, die die Machtverhältnisse im Reich beeinflussen sollten. 

Über Vermittlung und im Interesse dynastischer Verbindungen wurde Anna mit Heinrich XV., Herzog von Niederbayern, verheiratet. Die Verbindung zwischen der Habsburger-Prinzessin und dem Wittelsbacher Herzog war Teil eines größeren politischen Gefüges, in dem durch Ehebindungen regionale und überregionale Beziehungen zwischen Fürstenhäusern gefestigt wurden. Die Ehe mit Heinrich XV. fand in Landshut statt und wurde als bedeutender Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen Österreich und Niederbayern gesehen, blieb jedoch kinderlos und endete mit dem frühen Tod des Herzogs. 

Nach dem Tod ihres ersten Gemahls ging Anna eine zweite Ehe mit Johann Heinrich IV., Graf von Görz, ein, der ebenfalls in die politischen Netzwerke des Reiches eingebunden war. Auch aus dieser Ehe gingen keine Nachkommen hervor. Nach dem Tod ihres zweiten Ehemanns zog Anna sich aus dem weltlichen Leben zurück und trat in einen Klosterorden ein, wo sie als Ordensfrau lebte und später als Äbtissin diente. In dieser Rolle widmete sie sich geistlichen Aufgaben und der Führung des Klosters.