Maria Anna, Herzogin von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern
* 07.08.1734 (München (Schloss Nymphenburg)) – † 07.05.1776 (München) München /Theatinerkirche
Kinder
Keine Kinder erfasst
Maria Anna Josepha von Bayern, eine Tochter des Kurfürsten Karl Albrecht (des späteren Kaisers Karl VII.) und der Maria Amalia von Österreich, verkörperte die engen dynastischen Verflechtungen zwischen den Häusern Wittelsbach und Habsburg. Als Prinzessin von Bayern genoss sie eine Erziehung, die sie auf ihre Rolle innerhalb der europäischen Heiratsdiplomatie des 18. Jahrhunderts vorbereitete.
Ihre Vermählung mit Markgraf Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden diente der Festigung politischer Allianzen im süddeutschen Raum. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls übernahm sie keine formelle Regentschaft, blieb jedoch als Markgräfin-Witwe eine einflussreiche Figur am Hof von Rastatt. In dieser Phase widmete sie sich verstärkt religiösen und karitativen Stiftungen, was ihrem hohen Stand und dem Zeitgeist der barocken Frömmigkeit entsprach.
Da ihre Ehe kinderlos blieb, erlosch mit dem Tod ihres Schwagers August Georg Simpert die katholische Linie Baden-Baden im Mannesstamm, was den Übergang des Territoriums an die verwandte evangelische Linie Baden-Durlach unter Karl Friedrich einleitete. Maria Anna kehrte schließlich in ihre bayerische Heimat zurück, wo sie am Münchner Hof ihres Bruders, Kurfürst Maximilian III. Joseph, verstarb. Ihr Schicksal illustriert exemplarisch die Rolle hochadliger Frauen als Bindeglieder zwischen den Territorien des Alten Reiches.
Ihre Vermählung mit Markgraf Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden diente der Festigung politischer Allianzen im süddeutschen Raum. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls übernahm sie keine formelle Regentschaft, blieb jedoch als Markgräfin-Witwe eine einflussreiche Figur am Hof von Rastatt. In dieser Phase widmete sie sich verstärkt religiösen und karitativen Stiftungen, was ihrem hohen Stand und dem Zeitgeist der barocken Frömmigkeit entsprach.
Da ihre Ehe kinderlos blieb, erlosch mit dem Tod ihres Schwagers August Georg Simpert die katholische Linie Baden-Baden im Mannesstamm, was den Übergang des Territoriums an die verwandte evangelische Linie Baden-Durlach unter Karl Friedrich einleitete. Maria Anna kehrte schließlich in ihre bayerische Heimat zurück, wo sie am Münchner Hof ihres Bruders, Kurfürst Maximilian III. Joseph, verstarb. Ihr Schicksal illustriert exemplarisch die Rolle hochadliger Frauen als Bindeglieder zwischen den Territorien des Alten Reiches.