Barbara, Herzogin von Bayern
* 09.06.1454 (München) – † 24.06.1472 (München) München /Frauenkirche
Kinder
Ursprünglich für eine strategische Eheverbindung vorgesehen, entschied sich Barbara jedoch für ein Leben in religiöser Hingabe. Sie trat in das Klarissenkloster Sankt Jakob am Anger in München ein, das unter der besonderen Schirmherrschaft der Wittelsbacher stand. In der Abgeschiedenheit des Klosters widmete sie sich einem Leben der Askese und des Gebets, was dem Frömmigkeitsideal der Zeit entsprach und das Ansehen ihrer Familie als Förderer der Kirche festigte.
Trotz ihres Rückzugs aus der Welt blieb sie als herzogliche Tochter eine Person von öffentlichem Interesse und symbolisierte die enge Verflechtung von Landesherrschaft und monastischer Reformbewegung im 15. Jahrhundert. Ihr Wirken im Kloster am Anger war geprägt von der Einhaltung strenger Ordensregeln und der Unterstützung caritativer Aufgaben innerhalb der Stadt München. Als Mitglied des Herrscherhauses, das den religiösen Pfad wählte, blieb sie im kollektiven Gedächtnis der Stadt als Beispiel für eine tief verwurzelte, bayerische Frömmigkeit präsent.
Barbara, geb. in München am 9. Juni 1454, wird 1460 zur Erziehung in das KlaraKloster am Anger gegeben, woselbst sie, die Hand König’s Ludwig IX von Frankreich ausschlagend, 1470 den Schleier nahm, dort am 24. Juni 1472 ) im Rufe der Heiligkeit starb und im Chor der Klosterkirche vor dem hl. Sakrament begr., 1809 aber nach der Königsgruft bei U. L. Frau transferirt wurde. (Vergl. oben 8.12 sub Nr. 15 Agnes II.)
| 🏰 | 01.01.1470 |
Klostereintritt
München |
Klarrissin in Sankt Jakob am Anger. Sie starb im Ruf der Heiligkeit |