Franz V., Herzog von Modena
Haus: Österreich Linie: Ester
* 01.06.1819 (Modena) – † 20.11.1875 (Wien) · Kapuzienergruft
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Herzog Franz V. von Modena war eine Persönlichkeit von europäischer Tragweite, deren Schicksal eng mit den großen politischen Umbrüchen des 19. Jahrhunderts verknüpft war. Als Sohn von Herzog Franz IV. und Prinzessin Maria Beatrice von Savoyen entstammte er dem Haus Österreich-Este. Seine Verbindung zu den Wittelsbachern wurde durch seine Heirat mit Prinzessin Adelgunde von Bayern, einer Tochter König Ludwigs I., besiegelt, was die dynastischen Bande zwischen München und den italienischen Herzogtümern festigte.
Seine Regierungszeit in Modena war geprägt von dem Bemühen, die traditionelle Ordnung in einer Ära des aufkeimenden Nationalismus und der italienischen Einigungsbewegung zu bewahren. Trotz seiner Bemühungen um eine moderne Verwaltung und Infrastruktur in seinem Kleinstaat zwangen ihn die revolutionären Ereignisse schließlich ins Exil. Franz V. galt als Mann von unerschütterlichen Prinzipien und tiefer Religiosität, der den Verlust seines Thrones mit großer Würde trug.
Nach seiner Entmachtung verbrachte er viel Zeit in der bayerischen Heimat seiner Gemahlin und auf seinen österreichischen Gütern. In unserem Stammbaum steht Franz V. für die weitreichenden internationalen Verflechtungen des bayerischen Königshauses und repräsentiert das Ende einer Ära kleinerer souveräner Fürstentümer in Europa. Da er keine überlebenden Nachkommen hatte, vererbte er seinen Namen und sein beträchtliches Vermögen an die österreichische Erzherzogslinie, was die historische Bedeutung seines Hauses bis heute nachwirken lässt.
Seine Regierungszeit in Modena war geprägt von dem Bemühen, die traditionelle Ordnung in einer Ära des aufkeimenden Nationalismus und der italienischen Einigungsbewegung zu bewahren. Trotz seiner Bemühungen um eine moderne Verwaltung und Infrastruktur in seinem Kleinstaat zwangen ihn die revolutionären Ereignisse schließlich ins Exil. Franz V. galt als Mann von unerschütterlichen Prinzipien und tiefer Religiosität, der den Verlust seines Thrones mit großer Würde trug.
Nach seiner Entmachtung verbrachte er viel Zeit in der bayerischen Heimat seiner Gemahlin und auf seinen österreichischen Gütern. In unserem Stammbaum steht Franz V. für die weitreichenden internationalen Verflechtungen des bayerischen Königshauses und repräsentiert das Ende einer Ära kleinerer souveräner Fürstentümer in Europa. Da er keine überlebenden Nachkommen hatte, vererbte er seinen Namen und sein beträchtliches Vermögen an die österreichische Erzherzogslinie, was die historische Bedeutung seines Hauses bis heute nachwirken lässt.