Herrscher 1450–1479
1450-1479 Herzog von Bayern-Landshut
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Ludwig IX., der aufgrund seines immensen Wohlstands und der prachtvollen Hofhaltung den Beinamen „der Reiche“ erhielt, markiert einen Höhepunkt in der Geschichte des Teilherzogtums Bayern-Landshut. Als Sohn Herzog Heinrichs des Reichen übernahm er ein konsolidiertes Erbe, das er durch kluge Verwaltung und wirtschaftliches Geschick weiter ausbaute. Sein Reichtum speiste sich vor allem aus den ertragreichen Salzbergwerken in Reichenhall, die ihm die finanziellen Mittel für eine ambitionierte Politik und weitreichende Bauvorhaben sicherten.
Ein Meilenstein seines Wirkens war die Gründung der ersten bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt. Damit schuf er ein geistiges Zentrum, das Bayern über Generationen hinweg prägen sollte und den Übergang zum Humanismus einläutete. Auch kirchenpolitisch trat er als Reformer auf, indem er die klösterliche Disziplin in seinem Herrschaftsgebiet festigte. Trotz seines Beinamens war sein Regierungsstil keineswegs verschwenderisch, sondern zielte auf eine effiziente Zentralisierung der Verwaltung und eine Stärkung der herzoglichen Autorität ab.
Sein Verhältnis zur Münchner Linie der Wittelsbacher war oft von Spannungen und Konkurrenz geprägt, da das Landshuter Teilherzogtum in jener Ära das wirtschaftliche Schwergewicht bildete. Die legendäre „Landshuter Hochzeit“ seines Sohnes Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig Jagiellonica, die Ludwig mit beispiellosem Pomp ausrichtete, war ein machtpolitisches Statement, das bis heute im kulturellen Gedächtnis Bayerns verankert ist. In der Rückschau erscheint Ludwig IX. als ein moderner Herrscher des Spätmittelalters, der die Grundlagen für die kulturelle und administrative Blüte Bayerns legte und dessen Erbe schließlich wesentlich zur Wiedervereinigung der bayerischen Lande beitrug.
Ein Meilenstein seines Wirkens war die Gründung der ersten bayerischen Landesuniversität in Ingolstadt. Damit schuf er ein geistiges Zentrum, das Bayern über Generationen hinweg prägen sollte und den Übergang zum Humanismus einläutete. Auch kirchenpolitisch trat er als Reformer auf, indem er die klösterliche Disziplin in seinem Herrschaftsgebiet festigte. Trotz seines Beinamens war sein Regierungsstil keineswegs verschwenderisch, sondern zielte auf eine effiziente Zentralisierung der Verwaltung und eine Stärkung der herzoglichen Autorität ab.
Sein Verhältnis zur Münchner Linie der Wittelsbacher war oft von Spannungen und Konkurrenz geprägt, da das Landshuter Teilherzogtum in jener Ära das wirtschaftliche Schwergewicht bildete. Die legendäre „Landshuter Hochzeit“ seines Sohnes Georg mit der polnischen Königstochter Hedwig Jagiellonica, die Ludwig mit beispiellosem Pomp ausrichtete, war ein machtpolitisches Statement, das bis heute im kulturellen Gedächtnis Bayerns verankert ist. In der Rückschau erscheint Ludwig IX. als ein moderner Herrscher des Spätmittelalters, der die Grundlagen für die kulturelle und administrative Blüte Bayerns legte und dessen Erbe schließlich wesentlich zur Wiedervereinigung der bayerischen Lande beitrug.