Otto I., Herzog
Haus: Welfen Linie: Braunschweig-Göttingen
* 1330 – † 13.121.0394 (Hardegsen) Wiebrechtshausen /Kloster
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Otto I. von Braunschweig-Göttingen, aufgrund seiner kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Städten und der Kirche oft als „der Quade“ (der Böse) bezeichnet, steht als markantes Beispiel für die Konflikte zwischen landesherrlicher Macht und städtischer Autonomie im späten 14. Jahrhundert. Als Sohn von Ernst I. aus dem Haus der Welfen übernahm er ein Territorium, das wirtschaftlich und politisch unter erheblichem Druck stand.
Seine Regierungszeit war fast durchgehend von Fehden geprägt. Otto versuchte mit Nachdruck, die Vorherrschaft gegenüber der erstarkenden Stadt Göttingen und dem Erzbistum Mainz zu behaupten. Diese Bemühungen führten zu langwierigen militärischen Konflikten, die das Fürstentum finanziell erschöpften und das Verhältnis zu seinen Untertanen nachhaltig zerrütteten. Besonders die Zerstörung seines Schlosses in Göttingen durch die Bürger der Stadt im Jahr 1387 markierte einen Tiefpunkt seiner Herrschaft und zwang ihn schließlich zur Residenzverlegung nach Hardegsen.
Trotz seines Rufs als Unruhestifter sicherte er durch seine Ehe mit Margarete von Berg die dynastischen Verbindungen seines Hauses. Seine Biografie illustriert den schwierigen Übergang vom hochmittelalterlichen Feudalwesen zur frühmodernen Landesherrschaft, in dem sich der Adel gegen aufstrebende bürgerliche Zentren behaupten musste. Innerhalb der welfischen Genealogie bleibt er eine ambivalente Figur, deren Wirken die Zersplitterung der braunschweigischen Lande und die Grenzen fürstlicher Machtbefugnisse in jener Epoche verdeutlicht.
Seine Regierungszeit war fast durchgehend von Fehden geprägt. Otto versuchte mit Nachdruck, die Vorherrschaft gegenüber der erstarkenden Stadt Göttingen und dem Erzbistum Mainz zu behaupten. Diese Bemühungen führten zu langwierigen militärischen Konflikten, die das Fürstentum finanziell erschöpften und das Verhältnis zu seinen Untertanen nachhaltig zerrütteten. Besonders die Zerstörung seines Schlosses in Göttingen durch die Bürger der Stadt im Jahr 1387 markierte einen Tiefpunkt seiner Herrschaft und zwang ihn schließlich zur Residenzverlegung nach Hardegsen.
Trotz seines Rufs als Unruhestifter sicherte er durch seine Ehe mit Margarete von Berg die dynastischen Verbindungen seines Hauses. Seine Biografie illustriert den schwierigen Übergang vom hochmittelalterlichen Feudalwesen zur frühmodernen Landesherrschaft, in dem sich der Adel gegen aufstrebende bürgerliche Zentren behaupten musste. Innerhalb der welfischen Genealogie bleibt er eine ambivalente Figur, deren Wirken die Zersplitterung der braunschweigischen Lande und die Grenzen fürstlicher Machtbefugnisse in jener Epoche verdeutlicht.