Karl Emanuel III. von Savoyen, Herzog
Haus: Savoyen
* 27.04.1701 (Turin) – † 20.02.1773 (Turin)
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Keine Kinder erfasst
Karl Emanuel III. von Savoyen, auch als „der Fleißige“ bekannt, war als König von Sardinien-Piacenza und Herzog von Savoyen einer der fähigsten Militärstrategen und Staatsmänner des 18. Jahrhunderts. Er regierte sein Land über vier Jahrzehnte lang und verwandelte das Haus Savoyen durch eine geschickte Schaukelpolitik zwischen den Großmächten Habsburg und Bourbon in eine ernstzunehmende europäische Macht.
In den großen Konflikten seiner Zeit, insbesondere im Polnischen und Österreichischen Erbfolgekrieg, bewies er ein außergewöhnliches Gespür für territoriale Gewinne. Er kämpfte oft an der Seite Österreichs, sicherte sich jedoch für seine Unterstützung systematisch Gebiete in der Lombardei. Er reformierte das Heer, modernisierte die Verwaltung und gilt als derjenige, der das Fundament für die spätere Führungsrolle Savoyens bei der Einigung Italiens legte.
Für den bayerischen Stammbaum und die Stadtgeschichte Münchens ist Karl Emanuel III. durch seine familiären Verbindungen von großem Interesse. Er war der Sohn von Victor Amadeus II. und Anne Marie d’Orléans. Seine Schwester Maria Adelaide war die Mutter des französischen Königs Ludwig XV., während er selbst durch Heiraten eng mit den großen Dynastien Europas verknüpft war. Seine Enkelin Maria Josepha von Sachsen sollte später die zweite Ehefrau des bayerischen Kurfürsten und Kaisers Karl VII. (Karl Albrecht) werden.
Diese verwandtschaftlichen Netzwerke waren entscheidend für die bayerische Diplomatie in München, da die Wittelsbacher im 18. Jahrhundert oft versuchten, Savoyen als Partner gegen die übermächtigen Habsburger zu gewinnen. Karl Emanuel III. verkörperte den Typus des barocken Kabinettsplitikers, der sein Land durch kühle Berechnung und militärische Stärke vergrößerte, ohne dabei die kulturelle Förderung seiner Residenz Turin zu vernachlässigen.
Er verstarb in Turin und hinterließ ein stabiles, vergrößertes Reich seinem Sohn Victor Amadeus III. Sein Erbe ist heute noch in der prächtigen Architektur Turins und den strategischen Festungsanlagen des Piemonts sichtbar, die unter seiner Herrschaft ihre Blütezeit erlebten.
In den großen Konflikten seiner Zeit, insbesondere im Polnischen und Österreichischen Erbfolgekrieg, bewies er ein außergewöhnliches Gespür für territoriale Gewinne. Er kämpfte oft an der Seite Österreichs, sicherte sich jedoch für seine Unterstützung systematisch Gebiete in der Lombardei. Er reformierte das Heer, modernisierte die Verwaltung und gilt als derjenige, der das Fundament für die spätere Führungsrolle Savoyens bei der Einigung Italiens legte.
Für den bayerischen Stammbaum und die Stadtgeschichte Münchens ist Karl Emanuel III. durch seine familiären Verbindungen von großem Interesse. Er war der Sohn von Victor Amadeus II. und Anne Marie d’Orléans. Seine Schwester Maria Adelaide war die Mutter des französischen Königs Ludwig XV., während er selbst durch Heiraten eng mit den großen Dynastien Europas verknüpft war. Seine Enkelin Maria Josepha von Sachsen sollte später die zweite Ehefrau des bayerischen Kurfürsten und Kaisers Karl VII. (Karl Albrecht) werden.
Diese verwandtschaftlichen Netzwerke waren entscheidend für die bayerische Diplomatie in München, da die Wittelsbacher im 18. Jahrhundert oft versuchten, Savoyen als Partner gegen die übermächtigen Habsburger zu gewinnen. Karl Emanuel III. verkörperte den Typus des barocken Kabinettsplitikers, der sein Land durch kühle Berechnung und militärische Stärke vergrößerte, ohne dabei die kulturelle Förderung seiner Residenz Turin zu vernachlässigen.
Er verstarb in Turin und hinterließ ein stabiles, vergrößertes Reich seinem Sohn Victor Amadeus III. Sein Erbe ist heute noch in der prächtigen Architektur Turins und den strategischen Festungsanlagen des Piemonts sichtbar, die unter seiner Herrschaft ihre Blütezeit erlebten.