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Wilhelm von Hohenzollern, Fürst von Hohenzollern

Haus: Hohenzollern

* 1864 (Bernrath (Schloss)) – † 22.10.1927 (Sigmaringen)

Ehen:
1. 20.01.1915 · mit Adelgunde
Wilhelm von Hohenzollern
Eltern
Keine Eltern erfasst

Kinder

Keine Kinder erfasst
Wilhelm Fürst von Hohenzollern repräsentierte als Oberhaupt der Sigmaringer Linie einen der einflussreichsten katholischen Zweige des Hauses Hohenzollern. Als Sohn von Fürst Leopold von Hohenzollern und der Infantin Antonia von Portugal stand er im Zentrum eines weit verzweigten dynastischen Geflechts, das von der Iberischen Halbinsel bis nach Südosteuropa reichte. Sein familiäres Umfeld war durch bedeutende Thronfolgen geprägt, unter anderem durch seinen Bruder Ferdinand, der als König von Rumänien die internationale Geltung der Familie unterstrich.

Für die regionale Geschichtsschreibung ist insbesondere seine zweite Vermählung mit Prinzessin Adelgunde von Bayern von Bedeutung. Als Tochter des bayerischen Königs Ludwig III. schuf sie eine unmittelbare Verbindung zwischen den Häusern Wittelsbach und Hohenzollern-Sigmaringen. Diese Allianz verdeutlicht die engen sozialen und politischen Verknüpfungen des süddeutschen Hochadels am Vorabend der tiefgreifenden gesellschaftlichen Transformationen des frühen 20. Jahrhunderts.

In seiner Funktion als Standesherr und Chef des fürstlichen Hauses widmete sich Wilhelm der Verwaltung der umfangreichen Familiengüter und der Repräsentation einer Tradition, die trotz des Endes der konstitutionellen Monarchien ihren kulturellen Einfluss wahrte. Sein Wirken dokumentiert die Beständigkeit aristokratischer Netzwerke, die über nationale Grenzen hinweg durch strategische Eheschließungen gefestigt wurden. Die Verbindung nach München blieb dabei durch seine Gemahlin ein prägendes Element seiner Biografie und verankerte sein Haus fest im bayerischen Gesellschaftsgefüge.